Dieses „Social Networking“ sieht eine aktuelle Analyse als einen künftigen Erfolgsfaktor für mittelständische Unternehmen. Denn: Diese neue Art der Kommunikation fördert den Wissensaustausch und weckt das Interesse von Nachwuchsfachkräften.

Schnell ein Urlaubsbild posten, einen Link auf Facebook kommentieren oder einen Witz retweeten – angesichts dieser Aufgaben muss die Monatsabrechnung oder der Geschäftsbrief noch einige Minuten warten.

So sehen die meisten Mittelständler in Deutschland den Umgang ihrer Mitarbeiter mit Facebook, Twitter und Co. Ihre Konsequenz: Sie verbieten ihren Angestellten, während der Arbeitszeit in den Netzwerken aktiv zu sein – oder sperren die entsprechenden URLs gleich ganz. In ihrer aktuellen Analyse „Kommunikation und Mittelstand 2015“ zeigen Pierre Audoin Consultants (PAC) und das auf den Mittelstand spezialisierte ITK-Unternehmen Swyx hingegen, wie mittelständische Firmen in den kommenden Jahren von den Social Media-Aktivitäten ihrer Mitarbeiter profitieren können.

Mehr als bloggen: Social Networking als Erfolgsfaktor

PAC und Swyx machen den Trend des sogenannten Social Networking aus. Darunter verstehen die Autoren der Studie die Nutzung von öffentlichen Social Media-Diensten wie Facebook und Twitter, ergänzt durch firmeninterne Austauschtools, die ganz auf die Kommunikationsbedürfnisse der Mitarbeiter zugeschnitten sein müssen. „Social Networking geht weit über die Nutzung von Social Media-Diensten hinaus", sagt Dr. Andreas Stiehler, Principal Analyst bei PAC. „Mitarbeiter wollen nicht nur bloggen oder twittern, sondern auch miteinander sprechen oder gemeinsam an einem Dokument arbeiten – und dies ohne zahlreiche Anwendungsfenster parallel bedienen zu müssen."

Social Networking werde sich zum zentralen Erfolgsfaktor für mittelständische Unternehmen entwickeln. Dabei sei es wichtig, Social Media in eine Gesamtlösung für Kommunikation und Zusammenarbeit einzubinden. Einen wichtigen Schritt in Richtung Firmenkommunikation von morgen bietet Swyx mit Lösungen für die sogenannte integrierte Kommunikation schon heute an: Die Funktionen einer Telefonanlage und Email-Dienste beispielsweise werden dann von einer Firmensoftware übernommen – der Mitarbeiter bedient alle Tools ganz einfach mithilfe einer Benutzeroberfläche.

„In Zukunft werde es vermehrt IT-Lösungen geben, die diese innovative Firmenkommunikation und Social Media-Vernetzung in einem Paket anbietet“, so Stiehler. Dabei muss durch Schulungen der Mitarbeiter und mithilfe von Sicherheitstechnologien das Unternehmen selbstverständlich gegen Cybergriffe geschützt werden.

Vorteile externer Austausch

  • Informationsvorsprung: Über öffentliche Netzwerke à la Twitter erhalten Mitarbeiter aktuelle Brancheninfos sowie Fachwissen über technische Entwicklungen, Kunden und Wettbewerber und können sich beispielsweise auch mit potenziellen Neukunden vernetzen.
  • Neben offiziellen Unternehmensmeldungen kursieren über Social Media zudem auch Kommentierungen, begleitende Informationen und Erfahrungsberichte von Kunden, Partnern und Wettbewerbern.

Vorteile interner Austausch

  • Mitarbeiter tauschen sich unkompliziert über das firmeneigene Social Netzwerk aus – ohne dabei in den engen Grenzen von Telefon und E-Mail verharren zu müssen. Sie schreiben sich beispielsweise Instant Messages wie bei einem Facebook-Chat und erkennen etwa über die sogenannte Präsenzfunktionen, wie ein Kollege zu erreichen ist: Sitzt er am Schreibtisch oder ist er in einer Besprechung? Wann kommt er aus der Mittagspause zurück? Hat er gerade schlechten Mobilfunkempfang, weil er im Zug sitzt? Diese Funktionalitäten entsprechen den privaten Kommunikationsgewohnheiten von Mitarbeitern – nicht nur den digitalen „Natives“.
  • Die Kollegen sehen darüber hinaus anhand von Statusmeldungen, woran ein Mitarbeiter gerade arbeitet – und welche zusätzlichen Informationen er gegebenenfalls benötigt.
  • Mittelständler präsentieren sich durch Social Networking als moderne Firma und machen sich so (auch) für junge Fachkräfte besonders interessant.

„Soziale Vernetzung hilft Wissensarbeitern, sich besser zu organisieren und sich in Abläufe zu integrieren“, sagt dazu Dr. Ralf Ebbinghaus, Vorstand Vertrieb, Marketing & Service der Swyx Solutions AG. „Eine Kommunikationslösung, die soziale Vernetzung fördert, Integrationsszenarien unterstützt und sich an die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter anpassen lässt, bestimmt jetzt und künftig über den Erfolg eines Betriebs“, so Ebbinghaus.