Klöckner baut Geschäftsfeld aus: Digital in die Zukunft

Jüngst hat der Stahlhändler Klöckner zwei Start-ups gegründet, die das Unternehmen fit für die Digitalisierung der Branche machen sollen. Die beiden Gesellschaften Kloeckner.i und Kloeckner.v sind als Impulsgeber gedacht, die mehr oder weniger unabhängig vom Mutterkonzern arbeiten.

Was steckt hinter dem Schritt? Im Interview mit dem Magazin "Markt und Mittelstand" erklärt Klöckner CEO Gisbert Rühl, wie er den digitalen Fortschritt in Zukunft besser nutzen möchte:

"Typischerweise ist unsere Branche hier nicht sehr innovativ, und wir als Traditionsunternehmen denken zu sehr in unseren bekannten Denkmustern."

Rühl ergänzt:

"Ziel ist es, mit innovativen, kreativen Teams und Start-ups neue digitale Lösungen für unsere Wertschöpfungskette zu finden."

Die beiden Start-ups haben in diesem Zusammenhang unterschiedliche Aufgaben:

  • Kloeckner.i soll laut Rühl direkt die Digitalisierung der Wertschöpfungskette vorantreiben,
  • Während Kloeckner.v sich unabhängig davon diese Value Chain vornimmt und dafür neue Produkte, Techniken und Prozesse ergiebig macht.

Neugründung als Innovationsgeber: Vorbildfunktion für den Mittelstand?

Ein Neugründung, ist für einen Stahlhändler wie Klöckner ungewöhnlich. Dennoch kann der Schritt Vorbildcharakter für den Mittelstand haben.

Denn oft tun sich Traditionsunternehmen schwer damit,  die innovativen Kräfte der Start-up-Branche zu nutzen. Gerade um in der Digitalisierung mitzuhalten, haben die Strukturen dieses frischen Geschäftsmodells aber Vorzüge.

Zum Beispiel:

"Den schnellen Umsetzungsprozess sowie die Kundenorientierung",

meint Rühl. Damit wird das beste aus zwei Welten kombiniert:

  • Schnelle Lösungen und
  • eine bereits vorhandene Infrastruktur für die Umsetzung.

Weiterführende Links:

  • Sie wollen mehr über die heimische Start-up-Szene wissen? Dann werfen Sie einen Blick in den Deutschen Start-up Monitor des Bundesverbands Deutsche Start-ups (BVDS).
  • Berlin ist bekanntermaßen das (in-)offizielle Zentrum für innovative Start-ups, aber hält sich dieser Ruf auch in internationalen Kreisen? Das Portal "Gründerszene" weiß mehr.