Erwidert jeden Blick: Eye Tracking

Worauf achten Kunden, wenn sie am Schaufenster vorbeischlendern? Welche Produkte sehen sie sich näher an, was wird übersehen? Bisher konnten die Marketing- und Sales-Abteilungen über die Antworten darauf nur spekulieren. Die Eye-Tracking-Technologie des schwedischen Unternehmers John Elvesjo bringt nun Gewissheit. Das Blickregistrierungssystem erkennt genau, was das menschliche Auge fokussiert und als interessant erachtet.

Dazu sind in den einzelnen Geräten oder in einer Datenbrille Kameras und Sensoren eingebaut. Die Infrarotstrahlen scannen das Auge, zeichnen die Bewegungsmuster auf und ermöglichen so die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine. Das klingt alles nach Science Fiction? Dann sehen Sie sich folgendes CNN-Video an.

Das sind die Anwendungsmöglichkeiten

Eye Tracking ist ein wichtiger Trend im Zeitalter der Digitalisierung:

  • Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen nutzen das System, um Computer oder mobile Endgeräte zu steuern. Denn mit einem Augenscan lassen sich schneller Befehle erteilen als mit einer herkömmlichen Tastatur.
  • Auch im Automobilbereich kann die Technologie eingesetzt werden. Wenn der Fahrer unkonzentriert ist und sein Blick von der Fahrbahn abweicht, schlägt das System Alarm – und rettet so Menschenleben.
  • In der Industrie 4.0 hat Eye Tracking ebenfalls großes Potenzial. Denn, wenn die Fabrikarbeiter mit Maschinen per Blickkontakt kommunizieren, geht vieles schneller von der Hand. Zudem kann die Maschine auch rascher auf die Bedürfnisse der Arbeiter in der Produktion reagieren.

Eye Tracking ist in der Wirtschaft vielfältig einsetzbar. Doch noch ist die Zukunftstechnologie ein teures Vergnügen: Eine Datenbrille des Schweden John Elvesjo schlägt mit 15.000 US-Dollar zu Buche.

Weiterführende Links:

  • Weitere Informationen zu der Eye-Tracking-Technologie erhalten Sie auf der Unternehmenshomepage von Tobii.
  • Zukunftstechnologie: Wie wir Smartphones zukünftig mit der Kraft der Gedanken entsperren, erfahren Sie auf mittelstand DIE MACHER.