Industrie 4.0: Im Vertrieb schon angekommen

Dass Digitalisierung sinnvoll ist, insbesondere mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit, finden 36 Prozent der befragten Industrieunternehmen. Zurzeit gehen jedoch lediglich 4,3 Prozent des Investitionsvolumens in die Digitalisierung. Zudem ist nicht jedes Segment gleich weit entwickelt: Der digitale Wandel macht sich vor allem in den Bereichen Vertrieb und Absatz bemerkbar. Dort ist bereits jedes dritte Industrieunternehmen auf die neue Technologie umgeschwenkt. Die Produktion – das eigentliche Herzstück der Industrie 4.0 – hinkt jedoch hinterher. Weiterhin fällt auf, dass die Digitalisierung mit sinkender Firmengröße abnimmt.

Digitalisierung im industriellen Mittelstand nach Region

Auch hinsichtlich der geografischen Verteilung der Industrie 4.0 sind Unterschiede zu erkennen: Während Unternehmen in West- (36,8 Prozent) und Norddeutschland (30 Prozent) einen sehr hohen Stand der Digitalisierung besitzen, haben den in Ostdeutschland lediglich 23 Prozent der Betriebe – in Süddeutschland sind es sogar nur 20,9 Prozent.

Welche Hindernisse bestehen?

Für den zögerlichen digitalen Wandel haben die mittelständischen Unternehmen ihre Gründe: Es sind die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, die viele Entscheider zögern lassen und das Voranschreiten der  Digitalisierung unter Umständen hemmen. Insbesondere kleinere und exportstarke Industriebetriebe sehen die wirtschaftspolitischen Maßnahmen kritisch. Als größtes Sorgenkind für die weitere Entwicklung wird die Schuldenkrise in Europa (58 Prozent) erachtet, gefolgt von den hohen Energie- und Rohstoffpreisen (49,7 Prozent) sowie dem Fachkräftemangel (43,1 Prozent). Darüber hinaus sorgen sich drei von vier Unternehmen um den Datenschutz in der Industrie 4.0.

Weiterführende Links:

  • Industrie 4.0 – der Begriff ist in aller Munde, doch wie funktioniert eine intelligente Fabrik eigentlich? Hier erfahren Sie es.
  • Das BDI/PwC-Mittelstandspanel "Die Digitalisierung im Mittelstand" finden Sie hier im Detail.