Mithilfe der virtuellen Realität: Fertigungsanlage in Rekordzeit aufbauen

Autohersteller Audi hat in Mexiko die Vorteile der Industrie 4.0 voll ausgekostet: Vor dem Bau der Produktionsanlagen samt Fließband läuft ein Modell davon in der virtuellen Realität. Das Alltagsgeschäft kann so simuliert und bereits vor der Inbetriebnahme optimiert werden.

Audi spart sich damit teure und zeitaufwendige Testphasen an physischen Geräten. Tarek Mashhour, Verantwortlicher für den Aufbau der Fertigung, kommentiert dazu in der "WirtschaftsWoche":

"So können wir die Linie auf einen Schlag anfahren. Statt Monaten brauchen wir nur noch Tage."

Warum bei solch einem großen Projekt viel getestet werden muss? Insgesamt gibt es bei dem Herstellungsprozess zwischen 150 und 170 einzelne Montagestationen, die miteinander koordiniert werden müssen. Läuft eine der Etappen nicht synchron, läuft die ganze Kette aus dem Ruder.

Industrie 4.0: Künftig werden Vernetzung und Co. immer wichtiger

Neben der virtuellen Realität spielt schließlich die Vernetzung eine große Rolle. Mashhour erläutert:

"Wir simulieren die Inbetriebnahme, lassen die einzelnen Takte virtuell miteinander kommunizieren und prüfen so, ob die Steuergeräte auch alle Informationen korrekt weitergeben."

2016 soll das Werk in Mexiko mit der Produktion beginnen, läuft alles reibungslos, wird die Planung mithilfe der virtuellen Realität in den Werken der Volkswagengruppe zum Standard. Vorsprung durch Technik ...

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