Ein Händchen für Melodien

Rote Beete, Zwiebeln, Kartoffeln sind drin, keine Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker oder künstliche Aromastoffe: Der knackige, zehn Sekunden lange TV-Spot macht im Handumdrehen Appetit auf die Hauptdarsteller: Gemüsechips. Was auch an den eingängigen Akkorden liegt, mit denen der Clip unterlegt ist. „Fertile Imaginations“ heißt der Song, komponiert von Anders Lewen. Dem Kunden empfohlen hat die musikalische Untermalung der Hamburger Musikverlag ROBA Music.

ROBA Music vermarktet und lizenziert die Musikrechte seiner Komponisten und Verlagspartner. Das Unternehmen deckt dabei das gesamte Spektrum der Rechteverwaltung ab und ist einer der führenden Musikverlage weltweit.

ROBA Music ist in drei Bereiche unterteilt – den Musikverlag, den digitalen Vertrieb und eine Production Music Library. „Wir verknüpfen all diese Bereiche miteinander und bieten dadurch eine ganzheitliche Dienstleistungen an“, sagt ROBA Music-Geschäftsführer Prof. Dr. Christian Baierle: „Ein Alleinstellungsmerkmal in der Branche.“

Vom Notendrucker zum digitalisierten Musikdienstleister

Gegründet 1969, hat das Hamburger Unternehmen schon viele Wandlungen hinter sich – ein Abbild der gesamten Musikbranche. Verkauften Musikverlage früher gedruckte Noten, änderte sich das Geschäftsmodell mit dem Aufkommen von Schallplatten, Kassetten und CDs. Die Digitalisierung schließlich brachte erneut gravierende Veränderungen. Die Tonträger wurden durch digitale Medien ersetzt. Statt Demokassetten oder CDs zu verschicken, tauschen ROBA Music und ihre Kunden die Musik nun auf digitalem Wege aus. Dafür musste das Unternehmen seine IT-Infrastruktur aufrüsten. „Die Umstellung auf digitale Musik verlangt zum Beispiel unserer Internetanbindung mehr ab – und wir benötigen eine höhere Bandbreite und schnellere Geschwindigkeit“, sagt Baierle. „Auch um einen flexibel skalierbaren Speicherplatz müssen wir uns in den kommenden Jahren Gedanken machen. Für uns bedeutet die Digitalisierung eine große Chance, unser Geschäft noch weiter zu entwickeln.“

Heute laufen alle Prozesse bei ROBA digital ab. Die Mitarbeiter melden neue Werke digital an, die Tantiemenrückläufe bekommt ROBA elektronisch und speist sie in das Kundenportal ein, damit die Urheber die Umsätze online nachverfolgen können. Da alle Werke digital vorliegen, kann ROBA Music Radio und Fernsehen für die Kunden abscannen – und überprüfen, wie häufig das Lied gespielt wird und ob die von den musikalischen Verwertungsgesellschaften ausgezahlten Tantiemenbeträge stimmen. „Alle Bereiche von ROBA sind mittlerweile digital in die Geschäftsabläufe verwoben“, sagt Baierle. „Das betrifft auch unseren Kundenservice. Über unser Kundenportal können nicht nur Urheber den Weg ihres Werkes verfolgen, sondern Werbeagenturen und Unternehmen ganze Musikprojekte abwickeln.“

34 Terabyte Musik, Tendenz steigend

Die Mitarbeiter von ROBA Music hantieren jeden Tag mit riesigen Datenmengen: Neben 680.000 Verlagswerken verwertet das Unternehmen 60.000 Musikaufnahmen. Allein die Musik umfasst ein Volumen von fast 34 Terabyte, Tendenz steigend. ROBA Music verschickt nicht nur Musikdateien an Kunden, auch Plattformen wie Spotify benötigen beispielsweise den kompletten Rechtebestand in digitaler Form.

Das Problem: Die alte Internetleitung stieß bei den hohen Datenmengen an Grenzen, das Übertragen von Musikstücken dauerte lange. Da das Datenvolumen aber jedes Jahr zunimmt, brauchte ROBA Music eine neue Lösung. Der Umzug in ein neues Firmengebäude kam da wie gerufen. Bei der Standortwahl spielte die Glasfaserausstattung eine entscheidende Rolle. ROBA Music baute mithilfe der Telekom und DeutschlandLAN Connect IP seine Bandbreite aus und stellte das Unternehmen gleichzeitig auf die Zukunftstechnologie IP um. 200 MBit Daten pro Sekunde überträgt die hochverfügbare Anbindung jetzt – und dies dank der symmetrischen Bandbreite sogar in beide Richtungen gleichzeitig, also im Upload und im Download. Bei digitalen Geschäftsmodellen spielt auch die Zuverlässigkeit der Leitung eine große Rolle – und DeutschlandLAN Connect IP bietet eine Verfügbarkeit von 99,5 Prozent.

Endlich ruckelfreie Videokonferenzen

Auch die regelmäßigen Videokonferenzen mit Partnern im Ausland oder großen Kunden laufen nun ruckelfrei. Mit DeutschlandLAN Connect IP hat sich nicht nur die Sprachqualität deutlich verbessert. „Das Videobild ist letztlich erst seit der neuen Anbindung nutzbar“, sagt Baierle. ROBA Music nutzt zudem die Möglichkeit des „Quality of Services“ und priorisiert den Datenverkehr: Sprachdaten und Bilddaten etwa haben Vorfahrt im Netz vor E-Mails. Die neue digitale Lösung hat die Zusammenarbeit untereinander und mit Partnern ausgebaut und die Kommunikation weltweit vereinfacht.

Auch die Musikdistribution spürt deutliche Veränderungen. Im Vergleich zu früher laden Mitarbeiter nun große Datenmengen auf Plattformen wie Spotify oder Youtube wesentlich flüssiger und schneller hoch.

Prof. Dr. Christian Baierle, Geschäftsführer ROBA Music Um interne Prozesse zu verbessern und den digitalen Austausch effizienter zu machen, stellte Geschäftsführer Prof. Dr. Christian Baierle ROBA Music mithilfe der Telekom auf DeutschlandLAN Connect IP um. (© 2017 ROBA Music Verlag GmbH)

Virtuelle Telefonanlage auf dem Wunschzettel

Deutliche Verbesserungen – und doch erst der Anfang der eigenen digitalen Transformation:  Das Hamburger Unternehmen testet derzeit verschiedene Software und Speicher aus der Cloud, damit Mitarbeiter künftig auch von unterwegs oder beim Kunden problemlos auf die Geschäftsdaten zugreifen können. Ebenfalls auf dem Wunschzettel: eine neue virtuelle Telefonanlage wie etwa die Cloud PBX der Telekom. Auch der Umzug aller Daten in die Cloud soll nicht nur Zukunftsmusik bleiben. Egal, welches Projekt ROBA Music als Erstes angeht: Mit DeutschlandLAN Connect IP hat das Unternehmen die Grundvoraussetzungen geschaffen, die eigene Digitalisierung auf die nächste Stufe zu heben. Und so gegenüber seinen Kunden stets den passenden Ton anzuschlagen.