Corona-Zeit ist Homeoffice-Zeit: Deshalb laufen viele Firmenrechner seit Wochen außerhalb der geschützten Unternehmensnetzwerke. Besonders für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ohne eigene IT-Abteilung ist es jetzt schwierig, für die notwendige Datensicherheit zu sorgen. Denn Online-Kriminelle nutzen ihre Chance gezielt und haben die Angriffe aktuell noch verstärkt. Gängiger Trick: Sie versuchen, den Nutzern über Pishing-Mails zu Coronavirus-Themen ihre Passwörter abzujagen. Das Problem: Der Nutzer bemerkt oft tage- oder sogar wochenlang nicht, dass sich Schadsoftware auf seinem Rechner eingenistet hat. So analysiert zum Beispiel das besonders gefährliche Virus Emotet zunächst das gesamte Netzwerk, den Datenverkehr, Mailprotokolle und Adressbücher. Mit umfassenden Informationen zu Unternehmen und Mitarbeitern versendet es automatisch firmenintern Mails und nimmt dabei Bezug auf aktuelle Projekte oder vorherigen Mailverkehr. Häufig folgt das böse Erwachen erst, wenn Login-Daten und Passwörter im Internet zum Verkauf angeboten werden oder Datendiebe sich mit Forderungen melden. Was also tun, um den Rechner auch Zuhause bestmöglich zu schützen? Mit diesen fünf Tipps sorgen Sie für mehr Sicherheit im Homeoffice.

1) Installieren Sie ein aktuelles Antivirenprogramm.

Pishing-Mails erkennen
  • Schlechte Grammatik und kryptische Sonderzeichen
  • Eine unpersönliche Anrede wie „Sehr geehrter Kunde“
  • Der Empfänger soll unter Druck handeln, beispielsweise einen Anruf tätigen oder seine personenbezogenen Daten neu eingeben und bestätigen
  • Hacker können Adressbücher auslesen, daher auch Mails von bekannten Absendern kritisch prüfen
  • Mails mit Bildern, in denen Text eingebettet ist: Sie schaffen es durch die Spam-Filter.
  • Mails von der Bank, Sparkasse oder PayPal, die den Nutzer auffordern, Kontodaten zu aktualisieren und PIN und TAN anfordern
  • Mails mit Anhängen, die entweder von Unbekannten oder unerwartet kommen

Außerhalb des Unternehmensnetzwerks im Büro ist der Rechner ungeschützt. Um Angriffe zu verhindern, installieren Sie eine zuverlässige Security-Lösung auf allen Geräten, die mit Firmendaten zu tun haben. Antivirenprogramme gibt es auch kostenlos, falls das Budget gerade knapp ist. Auch eine kostenlose Version mindert das Risiko, sich ein Virus einzufangen.

2) Halten Sie Ihre Software auf dem neuesten Stand.

Jede Software kann eine Sicherheitslücke haben, die Ihren PC anfällig macht für Angriffe von außen. Manche Hacker suchen diese Programmfehler gezielt und bieten ihr Wissen Kriminellen via Internet zum Verkauf an. Der Käufer nutzt die Sicherheitslücke als Einfallstor, verschafft sich Zugang zu Ihrem Rechner und greift beispielsweise wichtige Unternehmensdaten ab. Hersteller bessern in neuen Softwareversionen jedoch ständig nach. Deshalb sollten Sie stets die aktuelle Version Ihrer Programme verwenden. Also scheuen Sie den Zeitaufwand nicht und installieren Updates sofort, um die Sicherheitslücken im System zu schließen.

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3) Trennen Sie Privates und Berufliches auch am Computer.

Nutzen Sie den Rechner, an dem Sie zurzeit arbeiten, ausschließlich selbst und bestenfalls nur für berufliche Zwecke. Eltern von Kindern und Teenagern wissen, wie unbedacht diese häufig im Internet unterwegs sind. Sie klicken an, was interessant daherkommt. So ist ganz unbemerkt schnell ein Schadprogramm heruntergeladen oder eine neues Programm installiert, das Ihren PC lahmlegt.

4) Sichern Sie Ihren Router.

Zur schützenswerten IT für die Arbeit zu Hause gehört nicht nur das Laptop oder der Desktop-PC, auch der Router muss gesichert sein. Denn falls ein Hacker hier Zugriff bekommt, kann er alle gesendeten Daten abfangen. Hier ist wichtig, dass die Internetverbindung verschlüsselt ist. Fragt Ihr WLAN neue Nutzer nach einem Passwort? Gut, dann ist die Verbindung sicher. Noch besser: Wählen Sie bei den Router-Einstellungen am besten WPA2 (WiFi Protected Access 2), denn diese Verschlüsselungstechnik ist neuer. Eine weitere gute Maßnahme: Belassen Sie es nicht bei den vom Hersteller voreingestellten Anmeldedaten. Wählen Sie einen individuellen Benutzernamen und ein starkes Passwort, bestehend aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen.

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5) Festplattencrash? Holen Sie sich Hilfe vom Datenretter.

Digital Schutzpaket Business

Netzwerksicherheit und Check-up: Sicherheitsexperten überprüfen die Hard- und Software sowie Netzwerk- und Sicherheitseinstellungen und optimieren diese.

ID-Alarm: Alarmiert, wenn gestohlene Log-in-Daten (Kombination aus E-Mail-Adresse und Passwort) im Internet gefunden werden.

Datenrettung: Bei einem Datenverlust stellen die IT-Experten diese – sofern möglich – mit Unterstützung unseres Servicepartners wieder her.

Reputationsschutz: Führende Experten für Reputationsmanagement helfen zum Beispiel, haltlose negative Bewertungen zu löschen und geben Tipps zur Pflege der Online-Reputation.

Gestern lief der Rechner noch tadellos, aber heute hilft selbst der Start im abgesicherten Modus von Windows nicht mehr: Ist die Festplatte defekt oder wichtige vertrauliche Daten sind verschwunden, helfen Datenretter aus der Misere. Sie können häufig die verlorenen Dateien von der kaputten Festplatte wiederherstellen. Auch für KMU ist die Hilfe vom IT-Experten inzwischen erschwinglich. So bietet die Telekom mit „Digital Schutzpaket Business“ professionellen Schutz vor Cyberattacken, unbefugten Zugriffen und Datenverlust. Inbegriffen ist auch ein ID-Alarm: Sind Ihre Identitätsdaten wie E-Mail-Konten und Passwörter unbemerkt ins Internet gelangt, spürt der ID-Alarm sie auf und setzt Sie sofort in Kenntnis. So können Sie Ihre Zugangsdaten ändern und die Konten sichern, bevor sie in die falschen Hände geraten.