Feste Arbeitszeiten, strenge Hierarchien und Präsenzarbeit: Immer weniger Arbeitnehmer fühlen sich wohl mit starren Regeln am Arbeitsplatz. Laut einer Studie des Jobportals Indeed wünschen sich 42 Prozent der insgesamt 2.042 befragten Arbeitnehmer aus Deutschland mehr Flexibilität im Job. Für 63 Prozent ist Selbstverwirklichung am Arbeitsplatz besonders wichtig. Vorstellungen, die zunehmend nicht mehr nur Berufseinsteiger erwarten, die sich bei Startups bewerben, sondern in allen Branchen, Unternehmensgrößen, Alters- und Berufsgruppen geäußert werden.

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Arbeitswelt im Wandel

Eine neue, zeitgemäße Arbeitswelt, mit flachen Hierarchien und flexiblen Modellen für Arbeitsort und Arbeitszeit, Jobsharing und Konzepten wie Gender Empathy, Holacracy oder Working out Loud. Kurz: Eine bunte Palette von Aspekten, die heute gern unter dem Begriff New Work zusammengefasst wird. Und von denen nicht nur Start-ups, sondern auch kleine und mittelständische Unternehmen – vom Steuerbüro bis zur Schreinerei –profitieren können.

Woher aber kommt dieser Wandel in der Arbeitswelt? Er wird vor allem getrieben durch die fortschreitende Globalisierung und Digitalisierung, denn durch das Internet ist ein global vernetzter Markt entstanden, der die Wirtschaftsstrukturen verändert. Hinzu kommt der fortschreitende Fachkräftemangel. Laut der KMU-Studie der Gothaer-Versicherung aus dem Juni 2020 haben 39 Prozent der befragten Unternehmen Schwierigkeiten qualifiziertes Personal zu finden und zu binden.

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Mehrheit der Arbeitnehmer ist zufrieden im Home Office

Laut KMU-Studie sind flexible Arbeitszeitmodelle der wichtigste Faktor, um neue Mitarbeiter zu gewinnen und ein familienfreundliches Arbeitsklima zu schaffen. 40 Prozent der befragten KMU haben bereits flexible Arbeitszeiten eingerichtet. Aufgrund der Corona-Pandemie haben viele Arbeitnehmer ungeplant ihren Arbeitsplatz ins Home Office verlagert. Laut einer Sonderanalyse der DAK im Juli 2020 berichten Arbeitnehmer, die erstmals regelmäßig im Home Office arbeiten von einer besseren Work-Life-Balance. Die Mehrheit (59 Prozent) arbeitet zu Hause produktiver oder eher produktiv als an ihrem Arbeitsplatz im Büro. Drei Viertel der Befragten wollen auch nach der Corona-Krise zumindest teilweise im Home Office arbeiten.

Die optimale Home-Office-Ausstattung

Geräte, Mobilfunk und Internetanschluss aus einer Hand, individuell konfiguriert und perfekt aufeinander abgestimmt. Oder aus vorkonfigurierten Paketen die Produkte nutzen, die Kunden am häufigsten anfragen.

Damit Arbeitnehmer dauerhaft effektiv am heimischen Schreibtisch arbeiten können, brauchen sie die passende Hard- und Software. Mit MagentaBusiness HomeOffice (LINK) unterstützt die Telekom Unternehmen dabei, die passende Ausrüstung für den Arbeitsplatz am heimischen Schreibtisch zu finden. Von vorgefertigten Paketen über einen digitalen Konfigurator bis hin zu kostenloser Beratung von Experten.

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New Work auch im Handwerk

Im Handwerk lässt sich Home Office nicht so leicht umsetzen – physische Präsenz beim Kunden prägt den mit Abstand größten Anteil dieser Arbeit, Büroarbeit – und damit die Möglichkeit, diese im Home Office zu erledigen – nimmt einen wesentlich kleineren Anteil an der täglichen Arbeit ein. Trotzdem können auch Handwerksbetriebe die Vorteile von New Work nutzen. Ortsunabhängig zu arbeiten kann im Handwerk bedeuten, dass Mitarbeiter auch mobil jederzeit Zugriff auf relevante Daten haben – und so von jedem Ort zumindest digitale Aufgaben erledigen, die den Fortschritt auf einer Baustelle unterstützen. Zudem können Handwerksbetriebe ihren Mitarbeitern, neben Halbtagsverträgen, auch 70- oder 85 Prozent-Verträge anbieten oder Jobsharing einführen.