Damit das Stromnetz dort sicher und zuverlässig funktioniert, muss auch das Datennetz sicher und zuverlässig funktionieren. Industrielle Mobilfunkrouter vernetzen deshalb die Photovoltaikanlagen, Windturbinen und Biogasanlagen mit dem Mobilfunknetz der Telekom.

Der Hintergrund

Erneuerbare Energiequellen sind eine Herausforderung für das bestehende Stromnetz. Denn um die Balance zwischen Angebot und Nachfrage herzustellen, müssen die Netzknoten Daten und Energie austauschen können. Die bayerische Gemeinde Wildpoldsried verfügt heute schon über so ein intelligentes Stromnetz. Dafür hat das Allgäuer Überlandwerk gemeinsam mit weiteren Partnern gesorgt. Im Rahmen des Forschungsprojekts IRENE statteten die Beteiligten die Solar-, Wind- und Biomassekraftwerke in der Region mit Messtechnik und Mobilfunkroutern aus.

Das Problem

Zur Unterstützung des Stromnetzes muss auch das Datennetz sicher und zuverlässig funktionieren Zur Unterstützung des Stromnetzes muss auch das Datennetz sicher und zuverlässig funktionieren (© 2015 iStock)

„Bei Problemen mussten wir die Messgeräte neu starten“, sagt Robert Köberle, Teamleiter Netze beim Überlandwerk. „Außerdem waren die Messgeräte damals nur vergleichsweise schlecht gegen Fremdzugriff gesichert.“ Gemeinsam mit IT-Partner ID.KOM entwickelte die Telekom auf Basis einer M2M Mobile Data Solution eine maßgeschneiderte und sichere Kommunikationsinfrastruktur für das Stromnetz.

Die Lösung

Industrielle Mobilfunkrouter vernetzen die Messgeräte an den Kraftwerken mit dem Mobilfunknetz der Telekom. Über einen privaten Zugangspunkt (APN) werden die Daten an das Backbone-Netz von Telekom IT-Partner ID.KOM gesendet und über eine verschlüsselte virtuelle Verbindung zum Netzwerk (VPN) des Überlandwerks übertragen.

Der Vorteil

Die Datenübertragung zur Leitstelle läuft über spezielle M2M-SIM-Karten der Telekom. Über den privaten Zugangspunkt (APN) bekommen die SIM-Karten eine feste, private IP-Adresse zugewiesen. Die Datenübertragung ist so nicht nur besonders sicher, sondern auch schneller, weil der Traffic nicht über das Internet geroutet wird.