Stephan Ossenbrink steht auf der Bühne im Medienhafen in Düsseldorf. Ein letzter Blick auf den Rheinturm, dann schwingt er den Hammer des „Hau den Lukas“. Und trifft genau. In einer spektakulären Lichtshow am weit entfernt stehenden Funkturm schlängelt sich ein Lichtpegel bis an die Spitze. Highscore! Trainiert hat er nicht. „Es kommt auf die Technik an“, freut sich der Außendienstmitarbeiter von HeMa Zaunsysteme. „Den digitalen Lichtausschlag auf den Fernsehturm zu sehen ist wirklich etwas ganz Besonderes. Eine tolle Veranstaltung“, sagt er.

Am Düsseldorfer Medienhafen und im Kölner Mediapark veranstaltete die Deutsche Telekom vergangene Woche ein Digital Derby der besonderen Art: Unternehmer und Schulen aus Köln und Düsseldorf spielten eine digitale Version von „Hau den Lukas“. Ein kräftiger Hammerschlag auf den Lukas-Knopf ließ einen imposanten Lichtpegel am Rheinturm in Düsseldorf und am Colonius in Köln emporschnellen, ähnlich dem echten Pendant auf der Kirmes. Das digitale Derby befeuert die jahrzehntelange Konkurrenz der beiden Rheinmetropolen und soll zeigen, welche Stadt digitalisierter ist.

Gemeinsam für die Digitalisierung: Dr. Vitali Klitschko und Thomas Spreitzer. Gemeinsam für die Digitalisierung: Dr. Vitali Klitschko und Thomas Spreitzer. (© 2017 Ittermann Telekom )

 

Nicht nur die Muskelkraft der Teilnehmer spielt dabei eine Rolle, sondern auch ein vorher von Experten der Beratungsfirma Techconsult ermittelter Digitalisierungsfaktor. Die Umsetzung der Hammerschläge als Lichtzeichen setzte die internationale Künstlerkooperative URBANSCREEN um und verwandelte die Funktürme in die größte interaktive Video-Mapping-Fläche der Welt. Der Impuls der Schlagkraft schnellte als spektakuläre Lichtinstallation an den Türmen nach oben. So war die Digitalisierungspower der einzelnen Unternehmer und Schulen weithin für Zuschauer und Beteiligte sichtbar.

Video-Mapping von URBANSCREEN auf dem Colonius. Video-Mapping von URBANSCREEN auf dem Colonius. (© 2017 Telekom)

 

„Wir reden häufig über die Digitalisierung. Aber an diesen Abenden haben wir sie mit dem Digital Derby spektakulär inszeniert“, sagt Thomas Spreitzer, verantwortlich für Vertrieb Kleine und Mittlere Unternehmen, Partnervertrieb und Marketing bei der Telekom Deutschland. „Die Lichtshow soll den Unternehmen zeigen, dass digitale Prozesse allgegenwärtig in der Stadt zu finden sind und es Zeit ist, auch selbst den digitalen Weg anzutreten. Es lohnt sich, sei es, um die Produktivität zu steigern oder die Zusammenarbeit auszubauen. Die Zukunft ist digital.“

Spannendes Duell

Vor allem die Unternehmer waren begeistert von der Gelegenheit, ihre digitale Transformation in dieser Weise öffentlich zu zeigen. Und natürlich spielte auch die lang gehegte Rivalität von Köln und Düsseldorf eine Rolle. Die Moderatoren Collien Ulmen-Fernandes und Christian Ulmen befeuerten den Kampfgeist der Konkurrenten immer wieder. Die Unternehmer jubelten ihren Teilnehmern zu und behielten stets die Live-Übertragung aus der anderen Stadt im Auge.

Hagen Rickmann und Dr. Wladimir Klitschko freuen sich für Düsseldorf. Hagen Rickmann und Dr. Wladimir Klitschko freuen sich für Düsseldorf. (© 2017 Eric Remann Telekom)

 

Auch Boxprofis und Unternehmer Vitali und Wladimir Klitschko traten für Köln und Düsseldorf an. Wladimir Klitschko hat sich neben dem Sport der Digitalisierung verschrieben und bietet etwa einen Weiterbildungsstudiengang an, in dem er Manager fit für die Herausforderungen des digitalen Wandels macht. Eine ganz besondere Spannung legte sich über den Außenbereich des Lido in Düsseldorf, als die beiden Brüder zum Digitalduell antraten. Am Ende triumphierte Vitali mit sieben Punkten über seinen kleineren Bruder, dessen Hammer abgerutscht war und der nur auf fünf Punkte kam.

In der Praxis arbeiten Köln und Düsseldorf bei der Digitalisierung eng zusammen. Sie unterstützen sich gegenseitig in verschiedenen Projekten, wie beide IHK-Geschäftsführer im Pressegespräch vorab betonten. Aber bei einem solchen Derby werden sie natürlich zu Konkurrenten und feuern jeweils ihre Stadt an.

Und wie ging das Ganze aus? Nach einem spannenden Wettkampf konnten die Düsseldorfer nicht mehr aufholen. Am Ende des Abends stand fest: Köln hat das Digital Derby gewonnen. „In diesem spektakulären Wettbewerb haben wir Düsseldorf besiegt und damit bewiesen, wer die digitalere Stadt im Rheinland ist“, freute sich Ulf Reichhardt, IHK-Geschäftsführer Köln. „Aber wir möchten uns auf unserem Erfolg nicht ausruhen, sondern unsere Unternehmen weiterhin unterstützen, ihre Prozesse zu digitalisieren“, sagte er.

Köln kann sich nun über den Ausbau von drei Gewerbegebieten freuen und einige teilnehmende Unternehmen bekommen eine kostenlose Digitalisierungsberatung und weitere Preise.

Düsseldorfer Schulen erfolgreicher

Wenige Tage später leuchteten Rheinturm und Colonius erneut. Dieses Mal waren jeweils fünf Schulen an der Reihe, ihre Kraft am digitalen „Hau den Lukas“ zu beweisen. Lehrer und Schüler zeigten Stärke und auch hier wurde der Highscore nicht nur einmal geknackt.

Doch dieses Mal hatte Düsseldorf die Nase vorn. Für die Siegerschulen hat die Telekom ein Digitalisierungspaket im Wert von 10.000 Euro geschnürt. Auf die Schüler mit den höchsten Punkten wartet außerdem ein ganz besonderer Gewinn: Wladimir Klitschko wird die Siegerschule besuchen und den Schülern ihre Fragen zu Karriere, Bildung und Digitalisierung beantworten.

Moderator Christian Ulmen und Michael Looschen, Vertriebsmarketingchef Geschäftskunden von Telekom Deutschland, feiern gemeinsam mit den fünf Kölner Schulen das Digital Derby. Jede Schule bekommt für Digitalisierungsprojekte 1.000 Euro. Moderator Christian Ulmen und Michael Looschen, Vertriebsmarketingchef Geschäftskunden von Telekom Deutschland, feiern gemeinsam mit den fünf Kölner Schulen das Digital Derby. Jede Schule bekommt für Digitalisierungsprojekte 1.000 Euro. (© 2017 Ittermann Telekom )

 

Mit dem weltgrößten digitalen Derby zeigt die Telekom: Bereits ein kleiner Impuls kann eine große digitale Wirkung entfalten. Ein Schlag auf den Lukas bringt einen riesigen Funkturm zum Leuchten. Genau so sollten Unternehmen und Schulen auch ihren Weg in die Digitalisierung sehen: Schon kleine Schritte können viel bewirken und Prozesse effizienter, Schulen digitaler und das Geschäft erfolgreicher machen. Dafür reicht häufig bereits ein kleiner Impuls.