Das kleine Schwarze als Espresso, ein dunkelbrauner Cappuccino und ein goldgelber Latte Macchiato – die Farbpalette von Kaffee bestimmt das Interieur im Cup&Cino Coffee House in Rheda-Wiedenbrück. Das schicke Kaffeehaus in Ostwestfalen ist eins von zehn Franchise-Cafés von Cup&Cino in Deutschland.

Selbstverständlich liegt hier ein kräftiger Kaffeeduft in der Luft. „Unsere Maschinen mahlen immer frisch aus der vollen Bohne“, erklärt Vertriebsleiterin Tanja Nitsch. „Denn nur so hat der Kaffee immer die gleich hohe Qualität – egal ob bei einem starken Espresso doppio oder bei einem sahnigen Café Melange.“

Auch wer nicht auf Kaffee steht, kommt in dem Kaffeehaus auf seine Kosten: Zahlreiche Teesorten oder auch heiße und kalte Schokoladengetränke bereichern das Angebot. „Unsere Franchisenehmer erhalten ein Gesamtkonzept von uns. Wir planen die Einrichtung, machen Vorschläge für Essen und Getränke und unterstützen mit einem Marketingplan“, sagt Dominik Düsterhus, ebenfalls Vertriebsleiter bei Cup&Cino.

Jede Tasse zählt Bisher wurden die Zählerstände der Kaffeemaschinen persönlich per Telefon abgefragt. Mit der M2M-Lösung der Telekom kann die Zentrale automatisch erfassen, wie viele Tassen von jeder Maschine abgerufen wurden. Dazu wird in jedes Gerät ein Funkchip eingebaut. (© 2015 Eric Remann)

Das Ganze kommt aus einer Hand: von den Kaffeebohnen bis zum Service rund um die Kaffeesysteme. Und ob Mengenbrüher, Halbautomaten, Vollautomaten, Kaffee im Hotel, in der Tankstelle oder im Büro – für jede Anforderung hat der Kaffee-dienstleister Lösungen parat. „Das bietet sonst keiner im Markt an“, meint Nitsch. Der Löwenanteil des Umsatzes entfällt heute auf die Vermietung von Kaffeemaschinen. Rund 50 Außendienstmitarbeiter kümmern sich um Installation und Wartung der Systeme.

Die rasche Erfassung mit M2M und Speicherung der Daten in unser ERP-System haben uns überzeugt.

Tanja NitschCup&Cino-Vertriebsleiterin

Kunden zahlen für die Maschinen eine monatliche Miete. Die Kaffeebohnen dagegen werden nach verbrauchten Portionen abgerechnet. Dazu ist in den Maschinen ein Zählwerk integriert, und für die monatliche Abrechnung mussten die Mitarbeiter der Zentrale -bislang jeden einzelnen Shop-Betreiber anrufen und bitten, die Zählerstände aus dem Menü der Maschine auszulesen.

Anschließend wurden die Daten ins ERP-System manuell übertragen, um dann die Rechnung zu erstellen – in der Praxis ein mühsamer und langer Prozess. „Wir mussten oft mehrmals anrufen, bis wir jemanden erreicht -haben. Bei rund 5 000 Kunden und sechs Mitarbeitern in der Rechnungsstelle war das für uns ein erheblicher Zeit- und Kostenaufwand.“

Jede Tasse zählt Tanja Nitsch und Dominik Düsterhus leiten den Vertrieb bei Cup&Cino. Oberstes Credo: gleichbleibend hohe Qualität ihres Kaffees. (© 2015 Eric Remann)

Die Zählerstände sollten automatisch erfasst werden

Gesucht wurde deshalb eine Lösung, die alle Zählerstände automatisch erfasst und direkt an die Zentrale bei Paderborn übermittelt. Fündig wurde Cup&Cino bei der Deutschen Telekom und ihrem IT-Partner Franke & Werner. Gemeinsam entwickelten sie eine Machine-to-Machine-Lösung (M2M), die automatisch die Zahl der ausgeschenkten Tassen erfasst und über das Mobilfunknetz der Telekom an einen Server weiterleitet. Unter M2M verstehen Experten den automatisierten Austausch von Daten zwischen Geräten wie Zählern, Maschinen oder Automaten untereinander oder mit einer zentralen Leitstelle.

Um auf Nummer sicher zu gehen, testete Cup&Cino die pfiffige Lösung drei Monate lang mit einer Kaffeemaschine in der Firmenzentrale in Hövelhof. „Die rasche Erfassung und Speicherung der Daten in unser ERP-System haben uns überzeugt“, berichtet Nitsch. Seitdem rüstet Cup&Cino seine Maschinen nach und nach auf. Jeder Automat wird mit einem Mobilfunk-Modem einschließlich einer M2M-SIM-Karte der Telekom ausgestattet. Die Karten selbst werden an Franke & Werner geliefert, wo sie direkt in dem Modem verbaut werden.

Jede Tasse zählt Cup&Cino verleiht Kafeemaschinen an Hotels, Tankstellen, Büros. Zur Wahl steht eine breite Palette an Geräten, die Kaffee in jeglicher Konsistenz bieten. Dabei gilt: Jeder Kaffee wird frisch gemahlen. (© 2015 Eric Remann)

Die eingebaute SIM-Karte lässt sich schnell aktivieren

Die neue Lösung hat sich bewährt: Wenn bei Cup&Cino eine Bestellung über eine neue Maschine eingeht, lässt sich die eingebaute SIM-Karte über das M2M-Portal der Telekom schnell aktivieren. Und einmal im Monat ist Zahltag. Dann fragt die Zentrale automatisiert alle Zählerstände ab. Die Maschinen senden dann über das flächendeckende Mobilfunknetz der Telekom eigenständig ihre Meldungen, die im EDV-System des Kaffeedienstleisters direkt gespeichert werden.

Weiterer Vorteil: Das System kann berechnen, wie viele Kaffeebohnen wann und wo benötigt werden. So müssen Kunden von Cup&Cino kein großes Lager extra für die Bohnen vorhalten. In der pfiffigen Funklösung steckt jede Menge Potenzial: Zum Beispiel können sich Störungen künftig per Fernwartung beheben lassen. Auch neue Zubereitungsarten lassen sich aus der Ferne für einzelne Maschinen konfigurieren. So steht dem kleinen Schwarzen nichts mehr im Weg.

 

M2M übermittelt jede Tasse genau

Jede Kaffeemaschine von Cup&Cino, die in einem Hotel, in einer Tankstelle oder Firma steht, wird mit einem Mobilfunk-Modem inklusive spezieller M2M-SIM-Karte von der Telekom versehen. Über das M2M-Portal der Telekom können die Mitarbeiter von Cup&Cino die Karten später verwalten und den Kunden schnell zuordnen.

Verbrauch erfassen per SMS

Jeden Monat fragt die Zentrale die Zählerstände für Cappuccino, Espresso und Co. ab. Die Maschinen senden eine Meldung an einen Server von Franke & Werner. Das flächen-deckende Mobilfunknetz der Telekom sorgt für die sichere und zuverlässige Übertragung.

Abrechnung leicht gemacht

Die Zählerstände laufen automatisch und gesichert ins EDV-System von Cup&Cino. Die Mitarbeiter können jederzeit direkt auf alle Daten zu-greifen und bequem mit wenigen Klicks die Rechnung erstellen.