Die Flut von E-Mails eindämmen, die Kommunikation erleichtern und Wissen teilen – bei der Hotelgruppe Lindner in Düsseldorf sprach vieles für die Einführung einer Social-Media-Lösung. Ende 2014 ersetzte das Unternehmen sein Intranet durch TeamLike, ein Cloud-Angebot der Deutschen Telekom speziell für kleine und mittelständische Unternehmen.

Die innovative Software ist Intranet, Community und Projektplattform in einem – und genauso nutzerfreundlich wie Facebook oder Twitter. Die Mitarbeiter loggen sich im Web ein, ganz gleich, ob via PC, Tablet oder Smartphone. Weil die Lösung browserbasiert ist, ist die Anschaffung neuer Soft- oder Hardware nicht nötig. Weiterer Pluspunkt: TeamLike lässt sich einfach und schnell ans Corporate Design anpassen. Bei Lindner ist die Plattform grün und heißt YoCu, benannt nach einem Klassiker der kinderleichten Kommunikation: dem Yoghurt Cup-Telefon – zu deutsch: Bechertelefon (viele kennen es auch mit Blechdosen).

„Wir haben mit YoCu nicht nur eine technische Veränderung angestoßen, sondern uns bewusst für eine neue Art der Zusammenarbeit im Unternehmen entschieden.“

Gunnar von HagenCorporate Director Operation & Central Project Management bei Lindner

Chatten statt mailen

Statt wichtige Themen über große E-Mail-Verteiler in die Runde zu schicken, finden Lindner-Mitarbeiter alles jetzt zentral im Firmennetzwerk. Dokumente, die früher separat gespeichert wurden, sind von überall aus verfügbar – und zwar auch dann, wenn der Kollege gerade im Urlaub ist. Wer nur schnell etwas fragen oder wissen will, ist mit dem YoCu-Chat gut bedient. „Es ist wichtig, dass bei einer solchen Umstellung die Vorgesetzten kräftig mitmachen, sonst sind die Mitarbeiter verunsichert,“ sagt von Hagen, der die Führungskräfte früh ins Boot holte. Inzwischen sind 1.700 der 1.900 Mitarbeiter regelmäßig online.

Das Lindner Park-Hotel am Tierpark Hagenbeck in Hamburg nutzt YoCu etwa um Fotos zu aktuellen Events allen Mitarbeitern zugänglich zu machen. Das Lindner Park-Hotel am Tierpark Hagenbeck in Hamburg nutzt YoCu etwa um Fotos zu aktuellen Events allen Mitarbeitern zugänglich zu machen. (© 2015 Lindner Hotels AG)

Einblick in die Schwesterhotels

YoCu funktioniert ähnlich vielseitig wie die bekannten sozialen Netzwerke. Auf allen Mitarbeitern zugänglichen Seiten kann sich jedes Hotel und jeder Fachbereich individuell präsentieren und Wissenswertes für die Kollegen veröffentlichen, zum Beispiel Fotos zu aktuellen Events. Das Lindner Park-Hotel am Tierpark Hagenbeck in Hamburg etwa stellt regelmäßig ein Tier des Monats vor. „In unserer Branche ist es üblich, dass Mitarbeiter von einem zum anderen Standort wechseln. Da ist es natürlich spannend zu sehen, wie die Leute in den Schwesterhotels ticken,“ sagt Gunnar von Hagen. Ein Blick auf YoCu und schon bekommt man einen guten Eindruck.

Über die YoCu-Workspaces finden sich Kollegen zusammen, die gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Über die YoCu-Workspaces finden sich Kollegen zusammen, die gemeinsam an einem Projekt arbeiten. (© 2015 Lindner Hotels AG)

Alle auf gleichem Stand

Ein besonders wichtiger Teil von YoCu sind die sogenannten Workspaces, von denen es bei Lindner inzwischen rund 1.300 gibt. Hier finden sich Kollegen zusammen, die gemeinsam an einem Projekt arbeiten. So ist beispielsweise das Team der zentralen Reservierung direkt mit Ansprechpartnern in den Hotels vernetzt. Gibt es bei einer Buchung Nachfragen, die nur vor Ort geklärt werden können, geschieht das über YoCu – viel schneller übrigens als früher per E-Mail. Dass auch externe Partner in diese Workspaces eingeladen werden können, ist vor allem bei der Planung neuer Hotels von Vorteil. „Kommen Projektbeteiligte hinzu, finden sie dort alles, was sie brauchen“, sagt von Hagen. Das erleichtert die Übergabe ungemein.“ Ist das Hotel eröffnet, kommt der Workspace einfach ins Archiv – als Basis fürs nächste Projekt.

Gute Ideen mit allen teilen

Auch die Kollegen der Personalabteilung nutzen YoCu, um ihr Wissen zu teilen. Sie geben in ihrem Workspace Kollegen etwa Tipps, wie man neue Mitarbeiter willkommen heißt. „Gute Ideen werden aktiv vorgestellt ,” sagt von Hagen. Ein Grund, warum Lindner ab 2016 seinen unternehmensinternen Ideen-Wettbwerb komplett über das Firmennetzwerk abwickeln will. Und schließlich dient die Plattform auch als Marktplatz, auf dem alle Kollegen Privates tauschen und verkaufen können. “YoCu macht Spaß,” sagt Pressesprecherin Catherine Bouchon. Inzwischen teilt sie ihren Medienspiegel mit allen interessierten Mitarbeitern, anstatt ihn wie früher an einen bestimmten Verteilerkreis zu senden. So funktioniert Kommunikation heute – einfach und spaßig wie früher das Sprechen über Yoghurt-Becher.

Der Baukasten des Lindner "Bechertelefons": Die innovative Software YoCu ist Intranet, Community und Projektplattform in einem – und genauso nutzerfreundlich wie Facebook oder Twitter. Der Baukasten des Lindner "Bechertelefons": Die innovative Software YoCu ist Intranet, Community und Projektplattform in einem – und genauso nutzerfreundlich wie Facebook oder Twitter. (© 2015 Lindner Hotels AG)

Zahlen, Fakten, Daten zur Lindner Hotels AG

  • Gründung: 1973
  • Geschäftsführung: Otto Lindner, Andreas Krökel
  • Sitz: Zentrale in Düsseldorf, 34 Hotels in sieben europäischen Ländern
  • Mitarbeiter: 2000

Weiterführende Informationen
TeamLike in der Praxis
Video: Lindner vernetzt Mitarbeiter mit TeamLike
Lindner Hotels AG