Rasant geht es in die Kurve, dann steil nach unten den Berghang hinab – der Crossbike-Profi nimmt richtig Fahrt auf. Alles kein Problem, denn in seiner Federgabel steckt ein daumennagelgroßes Modul der Spezialfirma Magura. Dank 3D-Beschleunigungssensor registriert es Neigungen und Stöße während der Fahrt, und passt die Federgabel blitzschnell und automatisch an den Untergrund und die Fahrsituation an.

Egal ob Cross Country, Dirt oder Downhill – es sind derartige hochspezialisierte Fahrradteile, die bei Mountainbike- oder Crossbike-Fans weltweit beliebt sind. „Unsere Produkte arbeiten bei Hitze, Kälte und Wüstensand“, erklärt IT-Leiter Peter Kromer. „Wir sorgen dafür, dass die Fahrer damit sicher im Sattel bleiben.“

Mit Vollgas voraus In Deutschland fertigt Magura in Hengen, die Entwicklungs- und Konstruktionsabteilung dagegen liegt im 12 Kilometer entfernten Hülben. Ihre Zentrale hat die Firma in Bad Urach. (© 2015 Magura)

Die Innovationen aus dem schwäbischen Bad Urach haben eine lange Geschichte. Als Magura ging die Marke einst von der Gustav Magenwirth GmbH hervor, die sich seit ihrer Gründung 1893 auf Hydraulik, Kunststofftechnik und Mechanik spezialisiert hat. Das Unternehmen bringt es locker auf mehr als 120 Jahre Erfahrung in der Fertigung und der Feinmechanik.

Mit Vollgas voraus Magura fertigt spezielle Lenker, Bremsen, hydraulische Bremssysteme oder auch Kupplungen für Motorräder, Fahrräder und Nutzfahrzeuge. (© 2015 Magura)

Täglich testen 420 Mitarbeiter die Produkte auf Herz und Niere. Und insgesamt 400 Patente haben Ingenieure und Forscher bereits angemeldet. Die pfiffigen Lösungen aus Schwaben kommen auch im Ausland gut an: Magura ist inzwischen mit Niederlassungen und Tochterfirmen in den USA, Asien und Europa vertreten.

In Deutschland lässt das Traditionsunternehmen noch in Hengen produzieren. In Bad Urach sitzen dagegen die Entwicklungs- und Konstruktionsabteilung und der Werkzeugbau, in Hülben das Spritzgusswerk für Kunststoff. Die Herausforderung in der Kommunikation: Alle Mitarbeiter müssen jederzeit auf wichtige Daten, etwa aus dem Warenwirtschaftssystem, zugreifen können. „Stehen hier Informationen nicht allen Mitarbeitern sofort bereit, stoppt spätestens nach anderthalb Stunden die Produktion“, erklärt IT-Chef Kromer die besonderen Anforderungen. Magura benötigt deshalb eine schnelle, stabile und sichere Datenübertragung zwischen der Zentrale und den beiden anderen Standorten.

Gas geben im Netz

Damit mehr Tempo ins Netzwerk kommt, setzt der Mittelständler seit Jahren auf ein bewährtes Produkt: „EthernetConnect“ von der Telekom. Lokale Netzwerke einzelner Standorte lassen sich so einfach koppeln. Mit der Einführung eines neuen ERP-Systems und dem Einsatz von Voice over IP-Telefonie am Produktionsstandort Hengen stiegen die Anforderungen an das Datennetz. Mehr Bits und Bytes brauchen schnellere und stabilere Leitungen. „Wir benötigten höhere Bandbreiten und eine hochverfügbare Lösung“, sagt Kromer. Hinzu kommen besondere Sicherheitsanforderungen: Magura überträgt regelmäßig vertrauliche Konstruktionsdaten. Daher müssen die Informationen über ein getrenntes, geschütztes Netz gesendet werden, keinesfalls über das öffentliche Web.

Inzwischen hat die Fima seine EthernetConnect-Leitung zwischen Hengen und dem zentralen Rechenzentrum in Bad Urach dank der Telekom auf bis zu 100 Mbit/s aufgestockt. Mitarbeiter am Standort Hülben können heute mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s auf das Firmennetzwerk zugreifen.

EthernetConnect macht Tempo beim Datenversand

Damit mehr Tempo ins Netzwerk kommt, setzt der Mittelständler seit Jahren auf ein bewährtes Produkt: "EthernetConnect" der Telekom. Lokale Netzwerke einzelner Standorte lassen sich so einfach koppeln. Mit der Einführung eines neuen ERP-Systems und dem Einsatz von Voice over IP-Telefonie am Produktionsstandort Hengen stiegen die Anforderungen an das Datennetz.
Mehr Bits und Bytes brauchen schnellere und stabilere Leitungen. „Wir benötigten höhere Bandbreiten und eine hochverfügbare Lösung“, sagt Kromer. Hinzu kommen besondere Sicherheitsanforderungen: Magura überträgt regelmäßig vertrauliche Konstruktionsdaten. Daher müssen die Informationen über ein getrenntes, geschütztes Netz gesendet werden, keinesfalls über das öffentliche Web.

Inzwischen hat die Fima seine EthernetConnect-Leitung zwischen Hengen und dem zentralen Rechenzentrum in Bad Urach dank der Telekom auf bis zu 100 Mbit/s aufgestockt. Mitarbeiter am Standort Hülben können heute mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s auf das Firmennetzwerk zugreifen.

Mit Vollgas voraus Die rasante Ethernet-Technik mit CompanyConnect sorgt dafür, dass Magura auch große Dateien und Pläne zwischen den Standorten hin- und herschicken kann. Der Datentransfer ist zudem vor Industriespionage gesichert. (© 2015 Deutsche Telekom)

CompanyConnect beschleunigt die Datenraten zwischen den Standorten

Auch in der Zentrale hat Magura noch einmal aufgerüstet. Die Telekom lieferte bei der Internetanbindung einen 34 Mbit/s schnellen CompanyConnect-Anschluss, der Daten sowohl beim Upload als auch beim Download gleich schnell überträgt. Bislang waren es nur 10 Mbit/s. „Mit den neuen Leitungen arbeiten wir deutlich flexibler“, sagt Kromer. „Bestimmte Daten, zum Beispiel aus unserem ERP-System, werden priorisiert übertragen.“

Das Besondere an dieser Lösung: Sämtliche Daten werden über eine separate, für Magura exklusiv geschaltete Leitung übertragen, die zudem Ende-zu-Ende-verschlüsselt ist. Die gebuchten Bandbreiten stehen rund um die Uhr zur Verfügung. Es kommt selten vor, aber sollte ein Übertragungsweg blockiert sein, schaltet die Telekom in weniger als 50 Millisekunden automatisch eine neue Leitung. Die Ethernet-Technik sorgt dafür, dass der Mittelständler etwa Voice over IP-Daten priorisiert und ohne Qualitätsverlust übertragen kann. Wenn die Kommunikation weiterhin so reibungslos läuft, werden die Profis von Magura auch künftig Hydraulikbremsen, Kupplungen und Lenker mit Vollgas produzieren.