Tipp 1: Einen kraftvollen Einstieg wählen

So eine Rede, Ansprache muss ja nicht gleich aus dem Stegreif gehalten sein. Der Anlass kann - ganz unaufgeregt - der wöchentliche Mitarbeiter-Jourfix sein. Oder ein anderer Anlass, bei dem die Mitarbeiter ohnehin zusammen kommen. Dann aber, wenn es losgeht, sind die ersten Sekunden entscheidend, um die eigenen Mitarbeiter auch wirklich zu fesseln. Starten Sie daher am besten mit einem Knall! Hervorragend eignen sich bildhafte Vergleiche, Fragen ans Publikum oder provokante Aussagen à la "Wenn wir jetzt nicht in Innovationen investieren, können wir die Firma nächstes Jahr schließen."

Tipp 2: Reden Sie Klartext

Muss Ihr Unternehmen schmerzhafte Einsparungen hinnehmen? Vielleicht sogar Personal abbauen? Oder bei der Produktentwicklung schneller vorankommen? Egal, wie unangenehm die Situation auch ist – reden Sie Tacheles. Umreißen Sie das Problem und erklären Sie, wie Ihre Lösung, der Ausweg aussieht. Unverzichtbar sind Sätze wie: "Wir wuppen das gemeinsam. Wir schaffen das als Team!" Denn das erwarten Mitarbeiter, wenn Entscheider eine Rede halten.

Tipp 3: Auf ausgelutschte Floskeln verzichten

Tausendmal gehört, tausendmal ist nichts passiert. Bei abgedroschenen Phrasen wie "Um wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen, müssen wir den Gürtel alle enger schnallen", schlafen Ihre Mitarbeiter innerlich ein. Wenn Sie eine Rede halten, sollten Sie daher am besten komplett auf ausgelutschte Redewendungen verzichten.

Tipp 4: Den Zuhörer einbinden

Dazu zählt nicht nur Blickkontakt. Auch rhetorische Zwischenfragen wie "Das geht Ihnen sicher genauso" oder "Das ist jedem von uns schon einmal passiert" sorgen für einen direkten Kontakt zwischen Redner und Publikum.

Tipp 5: Nehmen Sie die richtige Körperhaltung ein

Chefs, die eine Rede halten, müssen nicht versteinert wie ein Zinnsoldat dastehen. Setzen Sie Ihre Hände gestikulierend ein, um wichtige Argumente zu unterstreichen. Das wirkt lebendig und engagiert. Verteilen Sie Ihr Körpergewicht gleichmäßig auf beide Beine. So suggerieren Sie Standfestigkeit.

Tipp 6: Rede halten ohne Fachchinesisch

Wenn Sie eine Rede halten, dann überzeugen Sie am besten mit kurzen und einfachen Sätzen. Komplizierte Fachbegriffe oder teaminterne Akronyme wirken nicht kompetent. Im Gegenteil: Die Zuhörer fühlen sich durch solches Vokabular eher auf Distanz gehalten. Also weg damit! Auch mit speziellen Anglizismen tun Sie Ihrem Publikum keinen Gefallen.

Tipp 7: Anekdoten einbauen

Menschen lieben Geschichten über Menschen. Es lohnt sich daher, persönliche Anekdoten in die Rede einzuflechten. Darüber hinaus zeigen Sie Ihren Zuhörern so eine andere Seite von sich. Eine, mit der sich Ihre Mitarbeiter womöglich besser identifizieren können, weil Sie nicht mehr so unnahbar erscheinen. Haben Sie den Mut, auch einmal Ihre emotionale Seite zu offenbaren. Die Folge: Das Gesagte brennt sich leichter in das Gedächtnis Ihrer Mitarbeiter ein.

Tipp 8: Powerpoint streichen

Wie hätten wohl Martin Luther Kings "I have a dream" oder John F. Kennedys "Ich bin ein Berliner" mit einer Powerpoint-Präsentation gewirkt? Wahrscheinlich gar nicht. Denken Sie daran: Sie wollen Ihr Team wachrütteln und nicht mit einer Wohlfühl-Präsentation einlullen. Powerpoint-Folien lenken dabei nur vom Wesentlichen ab. Verzichten Sie darauf.

Tipp 9: Üben Sie vor dem Spiegel

Nur so erkennen Sie, ob Mimik und Gestik passen. Und, ob Sie die Rede ohne Versprecher und Füllwörter wie, "ähm", "halt" oder "ja eben", meistern. Auch wenn es die Gefahr birgt, beim Blackout völlig blank dazustehen: Halten Sie Ihre Rede möglichst frei und ohne Manuskript. Dann wirken Sie wie ein überzeugender Macher!

Weiterführende Links: 

  • Rede halten: Hilfreiche Tipps hat auch die Seite "Karrierebibel" zusamengefasst.
  • Nonverbale Kommunikation: Wie Sie mit Körpersprache überzeugen, verraten wir in diesem mDM-Video.