Einkaufen beschränkt sich nicht darauf, alltägliche Gebrauchsgegenstände anzuschaffen, Shoppen wird zum Erlebnis. Neues und Schönes will entdeckt werden, und dabei soll man sich wohlfühlen. Dafür spricht zumindest die Zahl der Shopping-Center, die hierzulande ihre Waren feil bieten. 460 Einkaufstempel zählt das EHI Retail Institute in einer Studie, und jedes Jahr kommen neue hinzu.

Die mfi AG mit Sitz in Essen mischt kräftig mit im Markt. Sie plant, entwickelt, baut und verwaltet Einkaufszentren in ganz Deutschland. 27 Häuser gehören aktuell zu mfi, weitere sind im Bau oder in der Planung. Seit Juli 2014 ist zudem ein internationaler Shopping-Center-Spezialist an Bord: die französische Immobilien- und Investmentfirma Unibail-rodamco hält die Mehrheit an mfi. Zusammen wollen die beiden Gesellschaften die weitere Expansion mit Vier-Sterne-Shopping-Centern vorantreiben.

SAP aus der Cloud 27 Shopping-Center in ganz Deutschland betreibt die mfi AG derzeit. Zahlreiche neue Häuser sind in Planung. (© 2015 Eric Remann)

Die Shopping-Center sind in ganz Deutschland verteilt

Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Die Betreiber müssen viel tun, damit ihre Häuser dauerhaft vom Publikum angenommen werden. „Nach spätestens fünf Jahren ist ein Center ‚old style’“, weiß Robert Bendicks, IT-Leiter der mfi AG. Das gilt für die Shops, für die Gastronomie, die Laufwege und die Gestaltung. „Es ist viel Aufwand, bis ein Haus vier Sterne bekommt. 684 Anforderungen müssen erfüllt sein“, erklärt Bendicks. „Das fängt bei den Parkplätzen an und hört bei den Infostelen im Center auf.“

"Ohne SAP könnten wir unsere Shopping Center weder betreiben noch verwalten."

Robert Bendicks IT-Leiter der mfi AG

Um den Glamour und die Wohlfühlatmosphäre am Laufen zu halten, braucht es im Hintergrund eine ausgefeilte Technik. Im Fokus: das SAP-System, das etwa 300 Mitarbeiter für ihre tägliche Arbeit nutzen. „Ohne SAP könnten wir unsere Shopping Center weder betreiben noch verwalten“, räumt Bendicks ein. Rund 3 000 Shopverträge sind in der Software eingegliedert, jeder einzelne Shop ist an das ERP-System angeschlossen. Dahinter steckt ein riesiger Datenberg, verrät Bendicks. „Unser Produktivsystem hat ein Datenvolumen von etwa 300 Gigabyte. Und jährlich kommen mindestens zehn Prozent hinzu.“ Beim Betrieb von SAP vertraut mfi seit jeher auf externe Dienstleister. „Der Betrieb ist nicht trivial. Um die Verfügbarkeit zu garantieren, müssen wir regelmäßig Updates aufspielen und Datenbanken kontrollieren. Das ist nicht unsere Kernkompetenz“, erklärt Bendicks.

SAP aus der Cloud Robert Bendicks kümmert sich um die IT bei der mfi AG. (© 2015 Eric Remann)

 

Zertifizierte Rechenzentren

2013 wechselte mfi zum Anbieter Deutsche  Telekom und nutzt das Managed IT-Services-Angebot „Dynamic Services for SAP“. Die Telekom gilt als erfahrener Hosting-Anbieter und betreibt zertifizierte Rechenzentren im Land – das überzeugte. Ein Aspekt, der auch für Wirtschaftsprüfer eine große Rolle spielt und Prüfungen bei der mfi AG erheblich erleichtert.

Aber auch bei den Server-Leistungen war die Telekom weit vorne. „Da unser Datenvolumen wächst, benötigen wir regelmäßig mehr Speicherplatz und Rechenleistung“, sagt Bendicks. „Über den ‚early watch’-Dienst werden wir informiert, wenn Kapazitäten knapp werden.“ Kein Problem für den Dienstleister darauf zu reagieren: Je nach Bedarf stellt die Telekom Kapazitäten bereit. Aktuell sind es acht virtuelle SAP-Server, Entwicklungssysteme, Testsysteme und das Produktivsystem jeweils für die ERP-Landschaft sowie eigene Server für den SAP Solution Manager. Für die Archivierung wird zusätzlich der SAP Content Server genutzt.

Zur Sicherheit werden alle Daten regelmäßig in ein zweites Rechenzentrum gespiegelt. Und gemeinsam mit der Telekom plant mfi regelmäßig den Support, sonst stehen die Kassen im Shopping-Center still. Und das stört das Einkaufserlebnis garantiert.