Vorbeugende Maßnahmen

Nur wer auch weiß, was wo über ihn gesprochen wird, kann rechtzeitig reagieren. Jedes Unternehmen sollte daher ein konsequentes Monitoring im Internet betreiben. Dafür gibt es kostenlose sowie kostenpflichtige Tools. Am bekanntesten ist Google Alerts, das zum Beispiel auf den Firmennamen oder den Namen der Geschäftsleitung eingestellt werden kann. Sobald diese Begriffe im Netz auftauchen, bekommt das Unternehmen eine Informationsmail.Zudem sollten sich Unternehmen rechtzeitig ein Unterstützer-Netzwerk aufbauen – denn zufriedene Kunden und treue Fans stehen Ihnen bei kurzzeitigen Entrüstungswellen oft bei.

Mehr Infos: http://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/2012/03/19/neues-kostenloses-e-book-shitstorms-und-andere-krisen/

Im Auge des Sturms gilt es, den Weg nach vorn zu wählen

Nur wer die eigene Präsenz in den sozialen Netzwerken langfristig und nachhaltig aufgebaut hat, kann sie in kritischen Situationen für sich nutzen. Der Tipp der Experten: Wenn das Web zur Attacke bläst, sollten sich kleine und mittelständische Unternehmen von einem Kommunikationsprofi unterstützen lassen, damit sich der Shitstorm, so Fairrank, durch falsche Reaktion nicht zum Orkan aufblähe. Auch müsse unbedingt geklärt werden, wer im Krisenfall auf welchen Kommunikationskanälen welche Infos herausgibt. Im Auge des Sturms gibt es nur eines: den Weg nach vorne. Das Unternehmen muss offen kommunizieren, die Kritik ernstnehmen, etwaige Fehler eingestehen. Unbedingt vermeiden: den Kopf in den Sand zu stecken oder selbst zum Angriff überzugehen – das gibt dem Shitstorm nur neue Nahrung.

Wer einen Shitstorm (oder zu Deutsch: Empörungswelle) durchlebt, steht am Pranger des World Wide Web. Auf den eigenen Fanseiten, in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder in Blogs ballt sich die Kritik – und liest sich häufig aggressiv und beleidigend. Sturmerprobte gibt es viele: Unternehmen, öffentliche Personen, Parteien oder Verbände. Ein Shitstorm kann jeden treffen, denn Ursachen gibt es viele: Entlassungen, fehlerhafte Produkte, mangelhafter Kundenservice und, und, und. Die Möglichkeit, selbst Opfer eines Shitstorms zu werden, sät Angst. Zahlreiche Unternehmen lassen daher lieber die Finger von den sozialen Netzwerken – sie twittern nicht und legen keine Facebook-Seiten an. Doch das ist die falsche Denkrichtung, so die einhellige Meinung der Experten. Denn grundsätzlich verhindern lässt sich ein Shitstorm auf diese Weise nicht, kann er doch ebenso über die Kommentarfunktion auf Unternehmenswebseiten über selbiges hereinbrechen.

„Social Networks sind gute Möglichkeiten, um im Krisenfall schnell zu reagieren. Der Betroffene kann über das WWW schneller und gezielter auf den Angriff reagieren als über klassische Medien“, meint Online-Marketing-Expertin Ina Szlosze von Fairrank. Eine Fanseite des eigenen Unternehmens bei den größten sozialen Netzwerken sei ein absolutes Muss – in guten wie in schlechten Tagen. Weil man sich dort einem breiten Publikum präsentieren könne, was vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen wichtig sei. Zudem, so gibt Kommunikationsberaterin Kerstin Hoffmann zu bedenken, eröffne sich Unternehmen nur so die Möglichkeit, „aktiv mitzuspielen und die Plattformen des Web für die Krisenkommunikation (mit) zu nutzen.“