46 Prozent der Deutschen sagen "Ja" zum Alltag ohne Bargeld

Ein Leben ganz ohne Bargeld kann sich fast die Hälfte der Deutschen vorstellen (46 Prozent). Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Im vorigen Jahr waren es noch 36 Prozent. Die Offenheit für den bargeldlosen Alltag in nahezu allen Situationen ist bei den 30- bis 49-Jährigen am größten: In dieser Gruppe haben 53 Prozent kein Problem damit, auf Bargeld zu verzichten.

  • Bei den 14- bis 29-Jährigen zeigen sich 45 Prozent offen.
  • Bei den 50- bis 64-Jährigen sind es 46 Prozent und
  • bei den Befragten ab 65 Jahren sehen 39 Prozent das bargeldlose Zahlen unproblematisch.

Die gestiegene Akzeptanz hat laut Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder einen guten Grund, wie er in einer Mitteilung sagt:

"Bargeldlose Bezahlverfahren sind komfortabler und sicherer, deshalb werden sie das Bargeld auf mittlere Sicht ersetzen."

Mobile Payment hat Zukunft

Besonderes Potenzial misst Rohleder dem kontaktlosen Bezahlen mit dem Smartphone bei:

"Mobile Payment ist praktisch und erleichtert den Überblick über die eigenen Finanzen, etwa mithilfe einer App, die automatisch ein Haushaltsbuch führt."

Bereits jetzt wird in vielen Supermärkten, Discountern und Tankstellen mit dem Smartphone bezahlt. Dank NFC-Technologie und einer entsprechenden App ist dies möglich.

Weiterführende Links:

  • Fortschritt oder Irrsinn? Der Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff will das Bargeld abschaffen. Wirtschaftsexperten und Zukunftsforscher liefern sich seitdem eine heftige Debatte über die Sinnhaftigkeit einer Gesellschaft ohne Scheine und Münzen. 3 Argumente Pro und Contra.
  • Die Internetwährung Bitcoins wird immer populärer: Laut einer Bitkom-Umfrage gibt es 25 Millionen potenzielle Nutzer für das digitale Zahlungsmittel.