Immer weniger Gründer in Deutschland

In Deutschland gibt es seit Jahren immer weniger Existenzgründungen zu verzeichnen. Setzten im Jahr 2002
noch etwa 2,8  Prozent der 18- bis 64-Jährigen ein eigenes Projekt in die Tat um, waren es 2016 mit 672.000 Gründern nur noch 1,3 Prozent. Der Gründungsschwund ist dabei vor allem in städtischen Räumen zu beobachten, ergab jetzt eine Analyse von KfW Research. Dort sank die Quote innerhalb der vergangenen fünf Jahre um 15 Prozent, während die Gründungen auf dem Land nur um sieben Prozent abnahmen. Dennoch ist die Stadt für Existenzgründer nach wie vor attraktiver als ländliche Gebiete.

Gründungen in der Stadt weniger bestandsfest

Signifiktante Unterschiede zwischen Gründern in der Stadt und auf dem Land ergeben sich in der Ausrichtung: Zwei Drittel der Existenzgründer in der Stadt sind Dienstleister, deutlich mehr als auf dem Land (53 Prozent). Und obwohl Dienstleister in der Regel stärker auf Kunden in ihrer Nähe ausgerichtet sind, stellen sich Gründer in der Stadt deutlich überregionaler auf – offenbar sowohl aufgrund der internationalen Ausrichtung der persönlichen Netzwerke als auch der Infrastruktur.

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Gleichzeitig macht die Analyse deutlich, dass es städtische Gründer schwerer haben, zu bestehen. Größere Konkurrenz führt in diesem Umfeld dazu, dass Gründer in der Stadt während der ersten drei Jahre ihre Projekte tendenziell schneller abbrechen.