Familienunternehmen mit besonders hoher Mitarbeitermotivation

Eine Studie der Hochschule Augsburg gemeinsam mit einer Unternehmensberatung hat ergeben, dass die zufriedensten Fach- und Führungskräfte in Familienunternehmen zu finden sind: Dort geben 75 Prozent der Befragten an, in ihrem Beruf zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. In Konzernen liegt diese Quote dagegen nur bei 65 Prozent – ein deutlicher Unterschied.  Das berichtet die "Wirtschaftswoche" vorab.

Für die Studie wurden 389 Fach-und Führungskräfte ab 40 Jahren aus unterschiedlichen Branchen und Unternehmensgrößen nach ihrer Zufriedenheit im Job gefragt. Gelobt werden besonders die flacheren Hierarchien und die stärker ergebnisorientierte Arbeitsweise in Familienunternehmen. Konzerne werden damit für die Altersgruppe als Arbeitgeber immer unattraktiver, während die Mitarbeitermotivation in mittelständischen Unternehmen hoch bleibt.

In Konzernen mehr Stress und Unsicherheit

Die Mitarbeitermotivation ist in Großbetrieben anscheinend auch aus anderen Gründen niedriger: 50 Prozent der Befragten halten ihren Job dort für deutlich unsicherer als noch vor zehn Jahren. Das steigert zudem den Konkurrenzdruck. Ein gutes Arbeitsklima in der Belegschaft wird aber von über 60 Prozent der Studienteilnehmer als wichtiger Zufriedenheitsfaktor angesehen.

Es verwundert also nicht, dass Zufriedenheit und Motivation in Familienunternehmen deutlich höher sind als in anderen Firmen mit bedrohten Jobs und starkem Wettbewerb unter den Kollegen. Für 50 Prozent der Befragten ist es wichtig, im Beruf Verantwortung zu übernehmen, was in kleineren Firmen leichter klappt als woanders. Eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für 43 Prozent ein Zufriedenheitsfaktor und dürfte in vielen Familienbetrieben eher erreichbar sein. Auch das Stresslevel wird in den Konzernen als höher bewertet.

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