Arbeitszufriedenheit bei jedem Zweiten besonders gut

Freudestrahlende Gesichter auf dem Weg zur Arbeit, wo man nur hinsieht – sogar am Montagmorgen. Gut, das bleibt wohl weiter eine Wunschvorstellung.  Gleichwohl ist jeder Zweite in Deutschland "besonders zufrieden" mit seinem Job. So steht es in einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW zur Arbeitszufriedenheit.

Und woher kommt das gute Gefühl im Job? Laut DIW-Arbeitsmarktexperte Karl Brenke steht es nicht zwangsläufig mit der guten Konjunktur im Zusammenhang. Stattdessen spielen subjektive Faktoren eine entscheidende Rolle:

"Viel hängt auch von persönlichen Eigenschaften und Gefühlen ab."

Die andere Seite der Medaille: Leiharbeiter und Geringverdiener weniger zufrieden

Ob Mann oder Frau, West- oder Ostdeutschland – große Unterschiede gibt es in puncto Arbeitszufriedenheit nicht. Die Analyse zeigt aber auch, dass vor allem Leiharbeiter und Geringverdiener mit ihrer Arbeitssituation weitgehend unzufrieden sind. Brenker vermutet:

" Bei beiden Gruppen hängt das wahrscheinlich damit zusammen, dass sie einen Job ausüben, den sie nur als Notlösung ansehen."

In die Riege der tendenziell unzufriedenen Arbeitnehmer reihen sich außerdem jüngere Beschäftigte ein, wie aus einer Befragung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervorgeht. Der Grund für den Jobfrust: oftmals befristete Verträge mit niedrigem Gehalt. Demnach verdient jeder dritte Angestellte unter 35 Jahren nicht mehr als 1.500 Euro brutto monatlich.

Weiterführende Links:

  • Die Analyse des DIW über die Arbeitszufriedenheit deutscher Beschäftigter ist vielversprechend. Ihre Mitarbeiter wirken dennoch unmotiviert? Hier einige Tipps zur Motivation.
  • Schlechter Führungsstil, unzufriedene Mitarbeiter: Fünf Fehler, die Chefs tunlichst vermeiden sollten, verrät mDM.