Amazon Go greift stationären Handel an

Traditionellen Supermärkten droht neue Konkurrenz: Ladengeschäfte ohne Kassen. Die Idee dazu hat ausgerechnet der Online-Riese Amazon. Sein Projekt heißt Amazon Go und ist jetzt in Seattle gestartet. Dort hat der Internetkonzern zu Testzwecken ein entsprechendes Ladenlokal eröffnet.

Das Motto dahinter könnte lauten "Keine Kassen, keine Schlangen, kein Stress". Amazon Go soll also das Einkaufen entspannter machen. Kunden gehen in das Geschäft, packen die gewünschten Waren in den Einkaufswagen und schieben ihn einfach wieder raus. Noch erleben diese neue Art des Einkaufens lediglich Mitarbeiter von Amazon. Erst Anfang 2017 sollen das auch normale Kunden tun können, wie unter anderem "Heise" berichtet".

Sensoren erkennen den Griff ins Regal

Wer auf diese Weise einkaufen will, benötigt dafür einen Amazon-Account, ein Smartphone und die Amzaon-Go-App. Mit dieser melden sich Shopper beim Betreten des Geschäfts an. Greifen sie sich anschließend ein Produkt aus dem Regal, so merken das Sensoren und das System belastet einen virtuellen Warenkorb damit. Nach dem Verlassen des Geschäfts erstellt Amazon eine Rechnung, die der Kunde auf die gewohnte Weise bezahlen muss. Nach eigenen Angaben hat Amazon vier Jahre an dem Konzept gearbeitet.

Ob und wann Amazon Go nach der Testphase eingeführt wird und wo, ist noch nicht absehbar.

Weiterführende Links:

  • Startups, die noch nach einer Plattform für ihre Innovationen suchen, sollten jetzt aufhorchen: Über Amazons Launchpad können Erfinder ihre noch (weitgehend) unbekannten Produkte vermarkten.
  • PayPal ist die größte Nummer der Online-Bezahlsysteme. Wer seinen Kunden auch eine PayPal-Alternative anbieten möchte, findet mittlerweile einige Kandidaten. Dazu gehören drei, die Ihre Bestellvorgänge auf ganz unterschiedliche Art abwickeln.