Boeing setzt auf Flugtaxis

Der größte Flugzeughersteller Boeing will sein Portfolio vergrößern und mit Aurora Flight Sciences einen Spezialisten für autonomes Fliegen übernehmen. Das vergleichsweise kleine US-Unternehmen in Manassas, Virginia, wurde 1989 gegründet, beschäftigt 550 Mitarbeiter (Boeing mehr als 160.000) und hat mit dem Luftfahrtkonzern bereits mehrfach zusammengearbeitet. Was es für Boeing interessant macht, ist sein Know-how in Sachen Flugtaxi.

Elektrischer Senkrechtstarter

Aktuell kooperiert Aurora Flight Sciences mit der Fahrdienst-Plattform Uber in einem Projekt für ein Flugtaxi. Im Mittelpunkt steht das autonome eVTOL Aircraft, das senkrecht startet und landet. Angetrieben wird es von einem Elektromotor – ein weiteres Spezialgebiet des Boeing-Neuzugangs. Ein konkurrierendes Konzept – Volocopter – wird übrigens gerade in Dubai getestet.

Wie das Konzept eVTOL Aircraft funktionieren soll, zeigt folgendes Video:

Kooperation für ein Pendlerflugzeug

Neben Aurora knüpft Boeing aktuell Kontakte zu dem US-Startup Zunum Aero. Bei dieser Zusammenarbeit geht es aber nicht um ein kleines Flugtaxi, sondern um ein Hybrid-Pendlerflugzeug. Es soll zwei elektrische Antriebe haben und zwölf Passagieren Platz bieten. Seine Reichweite wird mit 700 Meilen (rund 1.330 Kilometer) angegeben. Weitere technische Daten: Die Reisegeschwindigkeit beträgt 340 Meilen pro Stunde (rund 550 Kilometer pro Stunde) und seine Flughöhe 25.000 Fuß; das entspricht etwa 7,6 Kilometern. Mit seiner Marktreife ist 2022 zu rechnen.