Was ist Crowdlending?

Crowdlending ist dem weitaus prominenteren Crowdfunding nicht unähnlich. Denn auch bei dieser Form der Schwarmfinanzierung legen viele Personen zusammen, um eine vorher festgelegte Summe zu erreichen. Die Höhe ihrer Beiträge bestimmen sie dabei selbst. Der Unterschied zum Crowdfunding: Beim Crowdlending verleihen die Beteiligten ihr Geld nur und erhalten es später, zuzüglich der angefallenen Zinsen wieder zurück.

Diese Form der Kreditfinanzierung ist vor allem für solche Unternehmen interessant, die keine oder nur geringe Chancen auf einen Bankkredit haben. Allerdings: Aufgrund der oftmals geringeren Bonität der Kreditnehmer sind per Crowdlending finanzierte Kredite deshalb oftmals mit relativ hohen Zinsen verbunden.

Deloitte-Studie: Crowdlending hat im Mittelstand Luft nach oben

Möglich, dass der deutsche Mittelstand deswegen beim Thema Crowdlending aktuell noch zurückhaltend ist. Diese Skepsis belegt eine aktuelle Deloitte-Studie. So hat die Befragung von 414 Unternehmen ergeben, dass ...

  • keiner der befragten Betriebe bisher eine Crowdlending oder Crowdfunding-Kampagne in Anspruch genommen hat,
  • Crowdlending nur in knapp jedem vierten Unternehmen ein Begriff ist,
  • 60 Prozent auf die persönliche Abwicklung von Krediten setzen sowie Online-Plattformen kritisch gegenüberstehen und
  • nur acht Prozent zukünftig mit einer ansteigenden Bedeutung dieser Form der Finanzierung rechnen.

Werden die Finanzmittel knapp setzt ein Großteil der befragten Unternehmen dagegen weiter auf klassische Finanzierungsmöglichkeiten, wie es in der Deloitte-Studie weiter heißt:

  • Während 69 Prozent die Innenfinanzierung favorisieren,
  • beziehen 64 Prozent ihre Kredite von Banken.
  • Nur etwa ein Drittel nimmt die Fremdfinanzierung in Form von Factoring oder Lieferantenkredite in Anspruch.

Weiterführende Links:

  • Mit der Deloitte-Studie hat sich auch "MittelstandsWiki" auseinandergesetzt.
  • Weitere Informationen zum Crowdlending erhalten Sie in der "Gründerküche".