WhatsApp: Missglückte Premiere

Zum ersten Mal hat die US-amerikanische Datenschutz-Organisation Electronic Frontier Foundation (EFF)  den Kurznachrichtendienst WhatsApp in ihrem jährlichen Rating aufgenommen und prompt ist dieser vergleichsweise durchgerasselt. In einem Feld von 24 verglichenen US-Technologieunternehmen landet er auf dem letzen Platz. Klassenbester in dem Transparenzbericht namens "Who Has Your Back" wurde Adobe.

Fünf Kriterien zum Datenschutz hatten die Prüfer der EFF bewertet:

  • Speicherdauer von Nutzerdaten
  • Information über Datenabfrage durch die Regierung
  • Information über Löschen von Inhalten seitens der Regierung
  • Öffentliche Ablehnung von Hintertüren, über die – vom Nutzer unbemerkt – die Behörden Daten abgreifen
  • Einhaltung des "Best Practises"-Standards der EFF (unter anderem: Der Nutzer muss der Weitergabe seiner Daten zustimmen, Veröffentlichung von Transparenzberichten)

Nur ein Stern von fünf

WhatsApp konnte allein in der Hintertür-Disziplin punkten, bekam also nur einen von fünf möglichen Sternen der EFF. Die volle Punktzahl erhielten neben Adobe auch Apple, Dropbox, Wikimedia, Wordpress und Yahoo.

Seit vier Jahren führt die EFF ihre Untersuchung zum Datenschutz durch. In der letzen Ausgabe bekam ausgerechnet der aktuelle Musterschüler Adobe nur einen Stern. Vielleicht kann WhatsApp diesem guten Beispiel schon für das Rating 2016 nacheifern.

 
Chat-Client fürs Business: Ob sich WhatsApp als Kommunikationstool für den Mittelstand lohnt, erfahren Sie in diesem Video:


Weiterführende Links:

  • Auch Ihrem Betrieb sollte Datenschutz eine wichtige Rolle spielen. Welche Plichten Sie dafür erfüllen müssen, erfahren Sie im mDM-Ratgeber.
  • Sie speichern Ihre Unternehmensdaten in der Cloud? Wir haben für Sie ein Video mit wichtigen Tipps zur Sicherheit in der Wolke.