Stellenangebote steigen kontinuierlich an

Wie ist es um den deutschen Arbeitsmarkt bestellt? Ein Indikator, der zur Analyse der Konjunktur hinzugezogen werden kann, ist der Stellenmarkt. Damit beschäftigt sich der StepStone Fachkräfteatlas eingehend. Dafür wurden die Stellenausschreibungen der vergangenen drei Jahre auf allen relevanten Plattformen in Deutschland ausgewertet. Das Ergebnis:

  • Der Bedarf nach qualifizierten Mitarbeitern stieg im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zu 2013 um 35 Prozent. Im Vergleich zu 2015 sind es immerhin noch 17 Prozent.
  • Insbesondere der Bedarf an IT-Fachkräften ist bemerkenswert. Im Juni 2016 verzeichnete der deutsche Stellenmarkt 40 Prozent mehr IT-Stellenausschreibungen als im Juni 2013.

Deutscher Arbeitsmarkt zeigt sich von Wirtschaftskrisen unerschüttert

Dr. Anastasia Hermann, Arbeitsmarkt-Expertin bei StepStone.de, bestätigt den positiven Konjunkturtrend, wie es in der Pressemitteilung heißt.

"Die starke Entwicklung der Fachkräftenachfrage zeigt, dass Krisen wie der Brexit den Optimismus deutscher Unternehmen offenbar kaum trüben. Arbeitgeber investieren massiv in neue Mitarbeiter und wollen diese auch unbefristet einstellen."

Außerdem sagt sie, welche Fachkräfte – neben IT-Versierten – derzeit besonders nachgefragt werden:

"Dringend gesucht sind Spezialisten, die das Unternehmenswachstum vorantreiben. Das sind zum Beispiel IT-Experten, Ingenieure und Techniker – aber auch Vertriebsmitarbeiter, die neu entwickelte Produkte und Dienstleistungen zu Geld machen."

Auch in Zukunft soll der deutsche Arbeitsmarkt wohl wachsen: Aus einer aktuellen StepStone-Befragung unter mehr als 200 HR-Verantwortlichen in deutschen Unternehmen geht hervor, dass der Bedarf an neuen Mitarbeitern in den kommenden zwölf Monaten gleich bleibt, wenn nicht sogar steigt.

Weiterführende Links:

  • Sie brauchen ein neues IT-Rädchen in Ihrem Unternehmen? Wenn Sie einen Entwickler finden wollen, müssen Sie sich anstrengen. Was bei Ihrem IT-Recruiting alles stimmen muss.
  • Laut einer aktuellen Studie hat der bevorstehende Brexit bei vielen britischen Fachkräften ein Interesse geweckt, in ein anderes EU-Land zu ziehen und dort zu arbeiten.