Bei Autobatterien komplett auf Importe angewiesen

Für Deutschland könnte es künftig problematisch werden, Batterien für Elektrofahrzeuge herzustellen. Die dafür benötigten Rohstoffe würden zunehmend knapper, beklagt die heimische Industrie. Deutschland sei für die oft seltenen Stoffe wie Kobalt, Graphit, Lithium oder Mangan komplett auf Importe angewiesen. Und diese würden aus Ländern eingeführt, die politisch nicht stabil seien, berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). 

Der Bedarf wachse zudem schneller als es die Kapazität bei der Förderung erlaube. Insofern könnten die Minenbetreiber die Preise diktieren. Der Abbau sei überdies mit erheblichen Umweltbelastungen verbunden. Gebe es in diesen Bereichen keine Lösung, würde Deutschland bei den Zukunftstechnologien deutlich ins Hintertreffen geraten.

Magnesium-Schwefel-Batterien als Alternative

Wissenschaftler waren in einer Studie im Auftrag des Brüsseler Unternehmens „Transport & Environment“ für nachhaltigen Verkehr zuletzt jedoch zu einem anderen Schluss gekommen. Die Verfügbarkeit elementarer Metalle wie Kobalt oder Lithium sei „in den kommenden Jahrzehnten“ nicht eingeschränkt, ergab die Untersuchung.

Als Alternative könnten Magnesium-Schwefel-Batterien infrage kommen, berichtet die „Welt“ weiter. Beide Materialien kommen in ausreichender Menge vor. Diese Technologie sei aber noch nicht ausgereift.

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