Steuererleichterungen für Innovationen

Das Wirtschaftsministerium will mit Investitionen in Milliardenhöhe die Innovationsfreudigkeit deutscher Unternehmen fördern. Mehr Geld soll in Gründerfonds und neue Denkfabriken fließen, zudem seien Steuererleichterungen für Forschungsausgaben geplant, sagte Wirtschafts-Staatssekretär Matthias Machnig der "Süddeutschen Zeitung".

Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu stärken. Vor allem der Mittelstand soll von diesen Maßnahmen profitieren, hebt Machnig hervor:

"Wenn wir auch bei den Produkten von Morgen Exportmeister sein wollen, muss unsere Wirtschaft mehr forschen und entwickeln, insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen."

Mittelständler können zehn Prozent Lohnsteuer sparen

Derzeit gehe es der deutschen Wirtschaft zwar sehr gut, doch um die Innovationskraft des Mittelstandes sicherzustellen, seien weitere Investitionen notwendig. Andere Länder würden bisher deutlich mehr Geld für Forschung und Entwicklung ausgeben.

Im Zentrum des Milliardenplans sollen Finanzanreize stehen. Bis zu 750 Millionen Euro jährlich könnten für die steuerliche Förderung der Forschung im Mittelstand bereitgestellt werden. Konkret bedeutet das: Unternehmen mit weniger als tausend Beschäftigten werden bei den Personalkosten in Forschung und Entwicklung um zehn Prozent von den monatlichen Lohnsteuerkosten entlastet. Außerdem sollen drei nationale Forschungsprogramme für den Mittelstand von einer Aufstockung um insgesamt mindestens 200 Millionen Euro pro Jahr profitieren.