Informatiker arbeiten bevorzugt in Großstädten und in Süddeutschland

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat in einer Untersuchung ermittelt, wie hoch die Informatikerdichte in verschiedenen deutschen Städten und Regionen ist. Dafür wurde der Anteil von IT-Experten mit akademischem Abschluss an jeweils 10.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ermittelt. Im Bundesdurchschnitt liegt er bei 75 Angestellten, die Großstädte und Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg weisen jedoch einen Anteil von 113 auf und bieten demnach anscheinend viele Stellen für Informatiker. Auch die süddeutschen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg liegen mit einem Wert von 103 deutlich über dem Durchschnitt. Dagegen sind in den ostdeutschen Bundesländern nur 37 von 10.000 Angestellten studierte IT-Spezialisten.

Ländliche Regionen fallen immer weiter zurück

Das IW konnte mit einem Vergleich zu Daten aus dem Jahr 2013 auch feststellen, dass sich der Rückstand der ländlichen Gegenden anscheinend weiter vergrößert: Während die Informatikerdichte in diesem Zeitraum in Großstädten um 17 Punkte gestiegen ist, legten ländliche Kreise nur drei Punkte zu. Das IW sieht für das deutliche Gefälle vor allem zwei Ursachen:

  • Geringe Ausbildungsleistung: Die Hochschulen in kreisfreien Großstädten und städtischen Kreisen bilden deutlich mehr Informatiker aus als die in ländlichen Kreisen.
  • Langsames Internet: Trotz steigender Datenvolumina, mit denen Unternehmen arbeiten müssen, ist die Versorgung mit Breitband-Internet in ländlichen Gegenden noch deutlich schlechter. Das gilt vor allem für Ostdeutschland.

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