Digitales Lernen ist in der Ausbildung unterrepräsentiert

Der "Monitor Digitale Bildung" der Bertelsmann-Stiftung zeigt: In vielen Betrieben und Berufsschulen werden die Möglichkeiten des digitalen Lernens bei der Ausbildung noch nicht ausreichend genutzt. Zwar verwenden 91 Prozent der Ausbilder das Internet, um mit ihren Auszubildenden Inhalte zu recherchieren, bei alternativen Lernmethoden sieht es aber dürftiger aus:

  • 41 Prozent lassen ihre Azubis selbst Projektarbeiten mit digitalen Medien erstellen.
  • 32 Prozent setzen Selbstlernprogramme für die Ausbildung ein.
  • 18 Prozent nutzen virtuelle Classrooms oder Webinare.

An Berufsschulen zeigt sich ein ähnliches Bild. Dort ist häufig noch nicht einmal die WLAN-Ausstattung ausreichend, um im Unterricht das Internet einzusetzen: Nur 38 Prozent der Schulen verfügen über eine gute bis sehr gute WLAN-Qualität, an 40 Prozent der Schulen ist es dagegen gar nicht vorhanden.

Bei den Ausbildern scheitert der Einsatz digitaler Medien häufig an der Zeitnot: 53 Prozent erklärten in der Studie, durch ihre Tagesaufgaben keine Zeit für eine eingehende Beschäftigung mit solchen Angeboten zu haben.

Auszubildende wünschen sich mehr digitale Bildung

Die Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt auch, dass viele Auszubildende sich von dem Einsatz digitaler Medien in der Ausbildung sehr motiviert fühlen würden. Das gilt vor allem für männliche und jüngere Azubis sowie für Auszubildende, die lediglich einen Hauptschulabschluss mitbringen. In dieser Gruppe finden 34 Prozent digitale Bildung "sehr motivierend". Stiftungsvorstand Jörg Dräger kommentiert die Studienergebnisse deshalb:

"Berufsschulen und Betriebe brauchen Strategien fürs digitale Zeitalter. Nur so können sie das Potenzial neuer Technologien für chancengerechte Bildung nutzen."

Weiterführende Links:

  • Mit diesen Tipps steigern Sie die Motivation Ihrer Auszubildenden.
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