Aufholbedarf in Sachen digitale Strategie

Lediglich 38 Prozent der deutschen Unternehmen besitzen eine digitale Strategie. Rund 45 Prozent stecken noch in der Planungsphase, während 17 Prozent ihre Geschäftsmodelle gar nicht an die digitale Transformation anpassen. Zum Vergleich: In China richten schon 54 Prozent der Betriebe ihre Strukturen nach einer digitalen Strategie aus. Dies belegt die Studie der Managementberatung Accenture.

Deutsche Wirtschaft zögerlich

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Etwa 70 Prozent der deutschen Unternehmen sehen sich bei der Digitalisierung nicht in einer Vorreiterrolle. Die hiesige Wirtschaft zaudert und will erst die weitere Entwicklung abwarten, um dann erfolgreiche Konzepte zu übernehmen. Keine gute Idee, meint Accenture-Geschäftsführer Clemens Oertel:

"Sich Zurückzulehnen und Abzuwarten, ist keine Option. Die Geschwindigkeit der Veränderung hat sich extrem erhöht und die Innovationszyklen verkürzen sich dramatisch. Deshalb ist auch das Risiko größer, erst einmal abzuwarten, was die anderen machen."

Digitalisierung: Optimistische Mitarbeiter

Viele Arbeitnehmer in Deutschland hingegen können es kaum abwarten. Sie blicken der Digitalisierung überwiegend optimistisch entgegen: Rund 46 Prozent der hier Beschäftigten erwarten, dass sich ihr Arbeitsumfeld durch digitale Technologien verbessert. Lediglich zehn Prozent gehen von einer Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen aus.

Vor allem jüngere und gut ausgebildete Arbeitnehmer rechnen im Zuge der steigenden Bedeutung von Apps, Robotik und Big Data mit besseren Jobaussichten. Allerdings sind gut ausgebildete Arbeitskräfte auf dem Arbeitsmarkt Mangelware: Nur jedes dritte Unternehmen findet die notwendigen Fachkräfte.

Weiterführende Links:

  • Wie die deutsche Wirtschaft von der Digitalisierung profitiert, lesen Sie im Ratgeber auf mittelstand DIE MACHER.
  • Die Digitalisierung krempelt die Modeindustrie um. Was Sie davon lernen können, erfahren Sie hier.