DIHK-Gründerreport: Viel Schatten

Kein Bock auf Existenzgründung: In Deutschland wollen immer weniger Menschen ein eigenes Unternehmen ins Leben rufen. Das sagt der aktuell erschienene Gründerreport 2014 des DIHK. Der Dachverband verzeichnete im Vorjahr weniger Beratungsgespräche zur Unternehmensgründung als noch 2013. Konkret ging die Anzahl um drei Prozent von 234.000 auf 227.000 zurück. Für diese Entwicklung gibt es laut Report mehrere Faktoren:

  • Der demografische Wandel.
  • Die hohe bürokratische Belastung der Unternehmen durch den Mindestlohn.
  • Die gute Lage am Arbeitsmarkt lindert den Druck zur Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit heraus.
  • Qualifizierte Fachkräfte gehen lieber eine sichere Festanstellung ein, als ein unsicheres Gründungsabenteuer.
  • Das Venture-Capital-Gesetz wurde von der Politik versprochen, aber noch nicht verabschiedet. Somit fehlt innovativen Geschäftsideen häufig eine sichere Finanzierung.

Existenzgründung: Zahl der Migranten steigt

Aus dem Report geht auch hervor: Jeder fünfte Gründer besitzt einen Migrationshintergrund. Ein Hoffnungsschimmer, findet DIHK-Präsident Eric Schweitzer, denn diese Nachwuchsunternehmer mit ausländischen Wurzeln seien gut vorbereitet und wollten rasch im Markt Fuß fassen. Um ihnen den Einstieg noch zu erleichtern, fordert der DIHK:

  • Zuwanderungsverfahren von der Visabeantragung bis zur Arbeitsaufnahme durch E-Government zu verkürzen,
  • Welcome Center und bessere Willkommensstrukturen zur Begleitung der ersten Schritte zu schaffen und
  • die Sprachkurse auch für Selbstständige auszubauen.

Weiterführende Links: 

  • Was Mittelständler von Gründern lernen können, erfahren Sie auf mittelstand DIE MACHER.
  • Vorbild für Gründerinnen: Lesen Sie hier, wie Dorna Hekmat den digitalen Concierge erfunden hat.