Keine Preisetiketten, weniger Arbeit für Verkäufer

Preisetiketten auf Papier dürften bald der Vergangenheit angehören, zu gewichtig sind die Vorteile des digitalen Pendants. Der Arbeitsaufwand nimmt deutlich ab: Verkäufer müssten bei Preisänderungen nicht mehr unzählige neue Aufkleber oder Kärtchen an den Regalen anbringen. Ein Klick am Computer im Laden oder der fernen Konzerntzentrale reicht aus und die Preise sind auf dem aktuellen Stand. Ade stumpfsinnige Nervarbeit.

Digitale Preisschilder = flexible Preisgestaltung

Aus unternehmerischer Perspektive sticht vor allem der Aspekt der flexiblen Preisgestaltung hervor. Vor einem Fußballspiel etwa wird so das Bier per Knopfdruck ein paar Cent teurer. Natürlich sind auch Änderungen in die andere Richtung möglich: Bietet Amazon beispielsweise das gleiche Produkt günstiger an, kann der Einzelhändler seinen Preis ruck zuck nach unten anpassen.

Elektronische Preisschilder haben jedoch nicht nur Freunde. Verbraucherschützer fürchten, dass es bald wie an der Tankstelle zugeht, wo blitzartige Preisschwankungen – insbesondere zur Ferienzeit – normal sind.

Mehr Digitalität im Warenregal

Den ersten Schritt gen digitaler Preisgestaltung haben Rewe und MediaSaturn gewagt. Sie rüsten bereits einige ihrer Läden um. Weitere Schritte sollen folgen. MediaSaturn zum Beispiel will die elektronischen Preisschilder auch dafür nutzen, um Kunden zusätzliche Informationen über die Produkte anzubieten, berichtet "heise.de". Per Smartphone könnten dann technische Daten und andere Angaben zum gewünschten Laptop oder Fernseher von dem Preisschild abgerufen werden.

Weiterführende Links:

  • Elektronische Preisschilder ermöglichen eine flexible Preisgestaltung. Doch was passiert wenn die Preise immer günstiger werden? Über die Deflationsangst spricht die Wirtschaftsjournalistin Hannah Wilhelm.
  • Mit Kundenbindungsinstrumenten gekonnt den Abnehmerkreis halten.
  • Weitere wissenswerte Informationen zum Thema liefert dieser WDR-Beitrag.