Im hessischen Rheingau studieren angehende Manager im knapp 900 Jahre alten Schloss Reichartshausen. Hinter den historischen Mauern verbirgt sich mordernste Technik, die den Studierenden den Alltag auf dem Campus erleichtert. Ob den Stundenplan für das neue Semester herunterladen, Prüfungsergebnisse abrufen oder den Lehrstoff des Fachbereiches einsehen: Studierende an der EBS Universität können wichtige Infos von überall und von jedem Endgerät aus abrufen. „Als private Hochschule möchten wir unseren Studierenden die neueste und beste Technik anbieten“, sagt IT-Leiter Gerald Zöllner.

Speicherplatz auf Knopfdruck

Die Weichen für die digitale Universität legte der IT-Chef mit einer Private-Cloud-Lösung der Telekom. Alle 58 Server inklusive Daten und Anwendungen wie dem Mail-System zogen in hochsichere Rechenzentren in Deutschland um, die damit auch den strengen deutschen Datenschutzgesetzen genügen.

Weiterer Vorteil der Cloud: Die IT-Abteilung ist produktiver geworden. Statt sich um die Anschaffung und den Betrieb von Festplatten und Servern zu kümmern, können die Mitarbeiter jetzt webfähige Applikationen programmieren und den Studierenden einen schnelleren Support als bisher bieten.

„Wir suchten außerdem eine Lösung, die sich dynamisch unseren Anforderungen anpasst“, sagt Zöllner. „Mit der Zahl der eingeschriebenen Studenten und aktuellen Forschungsaufträgen wächst oder schrumpft unsere Hochschule.“ Und damit auch der Bedarf an Serverkapazitäten für Dateien und Programme: Mit der Cloud-Lösung kann die EBS über das Managed Self Service Portal aus dem Managed IT-Services Portfolio der Telekom diesen Speicherplatz bei Bedarf jederzeit flexibel und kostensparend ab- und hinzubuchen.

Gerald Zöllner Gerald Zöllner (© 2016 Manuel Hauptmannl) - by Manuel Hauptmannl

"Einen Teil der Rechenleistung können wir auf Knopfdruck abrufen."

Gerald Zöllner

IT-Leiter European Business School

Als die EBS etwa das Studierenden-Managementsystem aktualisierte, benötigte die IT-Abteilung kurzfristig die doppelte Serverkapazität. Danach wurde der nicht mehr benötigte Speicherplatz einfach wieder freigeben. Die Alternative – eigene Server entsprechend aufzurüsten – wäre für die EBS deutlich preisintensiver ausgefallen.

Sichere und schnelle Verbindung

Im zweiten Schritt vernetzte die EBS ihre drei Standorte im Rheingau und in Wiesbaden und erhöhte so auch die Sicherheit. Gemeinsam mit der Telekom schaffte der IT-Leiter mit einer EthernetConnect-Verbindung per Glasfaser eine so genannte Ringtopologie. Das heißt: Die Standorte sind über Zweipunktverbindungen miteinander verbunden, sodass ein geschlossener Ring entsteht. Die zu übertragende Information wird von Teilnehmer zu Teilnehmer weitergeleitet, bis sie ihren Bestimmungsort erreicht. „Durch intelligentes Routing können wir die Ausfallsicherheit garantieren“, sagt Zöllner.

Gemeinsam mit der Telekom schaffte IT-Leiter Gerald Zöllner mit einer EthernetConnect-Verbindung per Glasfaser eine so genannte Ringtopologie Gemeinsam mit der Telekom schaffte IT-Leiter Gerald Zöllner mit einer EthernetConnect-Verbindung per Glasfaser eine so genannte Ringtopologie (© 2016 Manuel Hauptmannl) - by Manuel Hauptmannl

In der Praxis bedeutet das vor allem auch mehr Schutz: Mitarbeiter und Studierende rufen Daten und Anwendungen der Universität über eine verschlüsselte Verbindung auf. Zudem stehen dank der gestiegenen Bandbreite von 1 Gbit/s große Datenmengen in sehr kurzer Zeit zur Verfügung. Ein 45-sekündiges Video mit einem Datenvolumen von 50 Megabyte lässt sich in knapp einer halben Sekunde von einem Standort zum anderen weiterleiten.

Die digitale Universität: Die Telekom vernetzte drei Standorte der EBS, zog  Anwendungen und  Daten in die Cloud um. Das Ergebnis: weniger Kosten, mehr Sicherheit und mehr Produktivität. Die digitale Universität: Die Telekom vernetzte drei Standorte der EBS, zog Anwendungen und Daten in die Cloud um. Das Ergebnis: weniger Kosten, mehr Sicherheit und mehr Produktivität. (© 2016 Manuel Hauptmannl) - by Manuel Hauptmannl

Vorlesungen im Stream

Bei ihren IT-Lösungen legt die EBS großen Wert auf eine starke Bindung zu einem Anbieter. Das Prinzip: Alles aus einer Hand. „Trotz der enormen Größe des Konzerns hat die Telekom uns individuelle und maßgeschneiderte Lösungen angeboten“, sagt EBS IT-Chef Zöllner. Deswegen will die EBS die digitale Zusammenarbeit fortführen, zum Beispiel mit einer neuen LAN-Infrastruktur in den Hörsälen. Damit sollen die Räume digital vernetzt werden, um Vorlesungen in Echtzeit zu streamen. Das Ziel der EBS: den Studierenden die Zeit am Campus noch angenehmer zu machen – und für neue Studenten attraktiv zu bleiben.

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