Ausbildung für Flüchtlinge soll gefördert werden

Der Verband "Die Familienunternehmer" fordert in einem Positionspapier ein Reformpaket von der Bundesregierung, um eine Million zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Das sieht der Verband im Kontext der aktuellen Flüchtlingszahlen als nötig an, um Migranten eine schnelle Integration auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Ein Schwerpunkt im Positionspapier der Familienunternehmer ist die Einführung und Unterstützung einer besonderen Ausbildung für Flüchtlinge.

Der Verband schlägt eine triale Ausbildung vor, die neben Berufsschule und Praxis im Betrieb auch Deutschkurse umfasst. Sie soll vier Jahre dauern und davon zwei Jahre lang durch staatliche Zuschüsse von monatlich 1.000 Euro pro Azubi unterstützt werden. Für den Sprachunterricht empfiehlt die Vereinigung eine zweckgebundene Förderung aus öffentlicher Hand. Wenn Migranten bereits Qualifikationen mitbringen, soll es außerdem eine zweijährige Ausbildung für Flüchtlinge geben, die für eine Anpassung an deutsche Standards sorgt, also zum Beispiel Fachausdrücke der entsprechenden Branche vermittelt.

Familienunternehmer fordern Reformpaket

Neben der Ausbildung für Flüchtlinge wünschen sich die Familienunternehmer außerdem ein flexibleres Arbeitsrecht, zum Beispiel mit zeitlich befristeten Ausnahmen vom gesetzlichen Mindestlohn. Gerade für Praktika soll er nicht mehr gelten, sodass auch wenig qualifizierte Migranten eher eingestellt werden und mehr Berufserfahrung sammeln. Eine Halbierung der Sozialversicherungsbeiträge für einige Jahre und eine Lockerung des Kündigungsschutzes könnten den Arbeitgebern als zusätzliche Anreize dienen, mehr Flüchtlinge einzustellen. Gleichzeitig erwartet der Verband dadurch aber auch einen schnelleren Wiedereinstieg für einheimische Arbeitslose.

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