Politiker werben für das Nachholmodell

Wenn Feiertage auf ein Wochenende fallen, dann ist die Enttäuschung bei Arbeitnehmern groß: keine zusätzliche Freizeit. Dass das auch anders ablaufen kann, zeigen Länder wie Großbritannien, Belgien und Spanien. Dort werden Feiertage nämlich nachgeholt. Üblicherweise bekommen Arbeitnehmer dann den Montag als freien Tag "gutgeschrieben". Eine gute Idee, finden einige deutsche Politiker und werben für das Modell. Dazu gehört beispielsweise Sabine Zimmermann von der Linken, die gegenüber der "Saarbrücker Zeitung" sagte:

"Es kann nicht sein, dass den Arbeitgebern regelmäßig zusätzliche Arbeitstage geschenkt werden, die eigentlich als bezahlte Feiertage den Beschäftigten zustehen."

SPD-Arbeitsmarktpolitikerin Katja Mast meint außerdem: "Das wäre natürlich ein Zeichen zur Entlastung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer."

Arbeitgeber wollen Feiertage nicht nachholen

Arbeitgeber sehen die Sache etwas anders: Das Gros teilt die Auffassung, dass Deutsche mit durchschnittlich 30 Urlaubstagen bereits genug freie Tage hätten und das Nachholen von Feiertagen daher nicht notwendig sei. "Impulse" zitiert einen Sprecher des Arbeitgeberverbandes BDA wie folgt:

"Bei der Gesamtzahl der arbeitsfreien Tage durch Urlaub und Feiertage belegt Deutschland ohnehin einen Spitzenplatz im internationalen Vergleich."

Derzeit liegen noch keine Pläne zur Umsetzung der politischen Ambitionen vor.

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