Amazon baut eigenes Nest für Air Prime

Amazon rundet seine Wertschöpfungskette mit einem Frachtflughafen für seine eigene Flotte Prime Air ab. Entstehen soll er im Norden des US-Bundesstaats Kentucky. Genauer gesagt, wird der Stützpunkt an den Airport von Cincinnatti andocken. Laut "Cincinnatti Business Courier" belaufen sich die Kosten dafür auf rund 1,5 Milliarden Dollar (umgerechnet 1,39 Milliarden Euro). Mit der neuen Heimat für seine Flieger möchte sich der Online-Versender nicht zuletzt unabhängiger von Logistikern machen.

2.000 Mitarbeiter will Amazon auf seinem eigenen Frachtflughafen beschäftigen. Entstehen soll er auf einem Areal mit 3,64 Quadratkilometern, die für die Dauer von 50 Jahren geleast sind.

Derzeit sind 16 Frachtjets vom Typ Boeing 767 zwischen den US-Lagern von Amazon unterwegs. Künftig sollen es insgesamt 40 Maschinen sein, die der Internet-Konzern von den Frachtunternehmen Atlas Air und ATSG least, wie "t3n" berichtet. Demnach sollen die ersten Flieger von Prime Air bereits im April auf dem Flottenstützpunkt landen.

Vom Online-Versender zum Voll-Logistiker

Der eigene Flughafen ist nicht der erste Schritt von Amazon hin zur Transformation in einen Logistiker. Neben Prime Air transportiert das Unternehmen in den USA Waren mit Lastwagen unter seinem Namen. Auch eine Amazon-Schiffsflotte ist geplant, so das US-Magazin "Recode". Damit wolle der Konzern auch Kundenaufträgen nachkommen, die andere Transporteure wie UPS nicht erfüllen könnten.

Dave Clark, Amazons Senior Vice President für internationale Geschäfte, sagt zum Projekt Frachtflughafen:

"Wir sind fest davon überzeugt, dass die Investition in diesen qualitativ hochwertigen Standort Amazon und seine Kunden künftig unterstützen wird."

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