Nordamerika wird abgehängt

Schon 2016 wird es einen Wechsel an der Spitze der Regionen mit dem größten Privatvermögen geben. Dann stößt der Asien-Pazifikraum (ohne Japan) den bisherigen Primus Nordamerika vom Sockel. Und zwar mit einem Reichtum in Höhe von satten  57 Billionen Dollar.

So prophezeiht es die Beratungsgesellschaft The Boston Consulting Group (BCG) in ihrer Studie "Global Wealth 2015: Winning the Growth Game". Ludger Kübel-Sorger, BCG Senior Partner und Experte für Vermögensmanagement hält dazu fest:

"Das Wachstum des Privatvermögens geht zwar in den meisten Märkten weiter, aber mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Wir beobachten eine Dynamik, in der die Länder der 'neuen Welt' gegenüber denen der 'alten Welt' deutlich stärker zulegen."

Das Ergebnis laut der Studie Global Wealth 2015: Winning the Growth Game: 2019 vereint die Asien-Pazifikregion ein Drittel des weltweiten Vermögens. Und das soll, so die Verfasser, bis dahin jährlich um sechs Prozent auf 222 Billionen US-Dollar anwachsen. Global, wohlgemerkt.

Europa hinkt hinterher

Der finanzielle Aufschwung im Osten bleibt auch für die hiesige Region nicht ohne Folgen. So wurde Europa bereits 2014 als bislang zweitreichste Region vom Asien-Pazifikraum mit einem 47 Billionen US-Dollar schweren Privatvermögen abgelöst.

Zugleich gibt es weltweit immer mehr Millionärshaushalte. 2013 gab es davon noch 15 Millionen, im vergangen Jahr sind noch zwei Millionen hinzu gekommen.

Gute Aussichten also für deutsche Unternehmen, die häufig mit dieser Klientel Geschäfte machen. Auch wenn sich die Richtung, in die das Vermögen fließt, geändert hat.

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