Drei Viertel der Onlinehändler erwarten Umsatzsteigerung

2016 war für den deutschen Onlinehandel ein gutes Jahr – das gilt auch für kleinere Betreiber. Eine Umfrage des Shopsystem-Anbieters Shopware unter 1.400 kleinen und mittelständischen Onlinehändlern zeigt, dass 75 Prozent für dieses Jahr von einer positiven Umsatzentwicklung ausgehen. Beinahe jeder Achte (12,7 Prozent) sagt sogar eine deutliche Steigerung von mehr als 30 Prozent voraus. Damit setzt sich die erfreuliche Entwicklung aus dem vergangenen Jahr nur leicht gebremst fort: 2015 hatten 80 Prozent der Befragten eine Umsatzsteigerung erwartet.

Neue Zielgruppe, alte Zahlungsmethoden

Viele der Shopbetreiber haben sich im auslaufenden Jahr Geschäftskunden als neuer Zielgruppe geöffnet. 53 Prozent der Onlinehändler sind sowohl im B2C- als auch im B2B-Segment tätig. Bei den angebotenen Zahlungsmethoden hingegen gibt es wenig Neues. Hier setzt der deutsche Onlinehandel nach wie vor auf die Klassiker:

  • 88,8 Prozent arbeiten mit Vorkasse
  • 84,5 Prozent nutzen Paypal
  • 48,2 Prozent bieten ihren Kunden den Kauf auf Rechnung an
  • 42,2 Prozent ermöglichen Kreditkartenzahlungen
  • 39,8 Prozent nutzen Online-Zahlungssysteme wie Sofortüberweisung

Beim Vertrieb über externe Plattformen ist die Zahlungsabwickung meist sehr komfortabel für die Händler. So überrascht es kaum, dass der deutsche Onlinehandel ergänzend auf den Verkauf über Amazon oder eBay setzt. Ein Drittel der Befragten gab an, Waren auf mindestens einer dieser beiden Plattformen anzubieten. Noch mehr, nämlich 40 Prozent, betreiben zusätzlich zum Onlinehandel ein Ladengeschäft.

Klein, aber fein: Trend zu stärkerer Spezialisierung

Es zeichnet sich im Onlinehandel ein Trend zur stärkeren Spezialisierung ab. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Sortimentsbreite bei den befragten Onlinehändlern zurückgegangen. Sechs von zehn bieten in ihren Shops weniger als 1.000 Artikel an. Diese Strategie scheint sich zu rechnen: Gleichzeitig stieg nämlich der durchschnittliche Umsatz pro Bestellung deutlich. Während der durchschnittliche Warenkorbwert 2015 noch bei rund 70 Euro lag, sind es im laufenden Jahrdurchschnittlich 80 bis 100 Euro, die ein Kunde pro Bestellung ausgibt.

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