Digitalisierung wird den Handel stark verändern

Der Handel ist laut einer Umfrage fest davon überzeugt, dass die Digitalisierung bis 2030 für große Umwälzungen in seiner Branche sorgen wird. So glauben zwei Drittel der Befragten, dass das Bezahlen im Laden dann automatisch abläuft. Und mehr als die Hälfte ist überzeugt, dass Virtual Reality in 13 Jahren als gängiges Verkaufsinstrument eine Rolle spielt.

Das ergab eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 530 On- und Offline-Händler im Groß- und Einzelhandel befragt. Darunter 150 Händler, die ausschließlich stationär vertreten sind.

Der Offline-Handel wird nach Meinung der Studienteilnehmer auch weiterhin bestehen bleiben – allerdings mit anderen Schwerpunkten. So glauben fast zwei Drittel, dass im Jahr 2030 stationäre Geschäfte eher als Showroom gebraucht werden, der Verkauf findet dann online statt.

Händler haben Nachholbedarf

Im Jahr 2017 sind allerdings längst noch nicht alle Händler im Zeitalter der Digitalisierung angekommen: Immerhin elf Prozent haben nach wie vor keine Homepage, 28 Prozent sind in Internetverzeichnissen wie Google Maps nicht zu finden und gleich 70 Prozent können keinen Auftritt in sozialen Netzwerken vorweisen. Bitkom-Handelsexpertin Julia Miosga weist darauf hin, dass Suchmaschinenpräsenz für alle Unternehmen wichtig ist – auch wenn sie nicht online verkaufen. Sie erklärt:

„Je besser und umfassender online Informationen zur Verfügung gestellt werden, umso wahrscheinlicher ist der Gang des Kunden ins Geschäft beziehungsweise der Klick des Kunden auf die Homepage und den Online-Shop.“