Industrie 4.0 führt zu neuen Produkten und Dienstleistungen

Industrie-4.0-Anwendungen führen in vielen Fällen zur Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. Bei einer repräsentativen Umfrage unter 553 Industrieunternehmen ab 100 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom gaben 397 Firmen an, dass sie Industrie-4.0-Anwendungen planen oder bereits nutzen. Davon gaben 39 Prozent zu Protokoll, bereits in der Phase der Umsetzung zu sein. Weitere 18 Prozent planen eine Neuentwicklung oder haben diese bereits abgeschlossen.

Zu einem großen Teil (89 Prozent) handelt es sich dabei um den Bereich der plattformbasierten Geschäftsmodelle, wenn also ein Unternehmen eine digitale Plattform erstellt oder sich an einer solchen beteiligt. Über diese Plattformen erfolgt dann der Produktvertrieb oder die Vernetzung von Kunden und Lieferanten.

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Immerhin 20 Prozent wollen aufgrund der Industrie 4.0 bestehende Produkte oder Dienstleistungen vom Markt nehmen. Große Einigkeit herrscht darüber, dass die aktuelle industrielle Revolution das Geschäftsmodell zumindest beeinflusst – auf 76 Prozent der Anwender-Unternehmen trifft das zu. 

Smart Services folgen auf Smart Products

Laut Bitkom-Referent Sven Zehl ergeben sich neue Möglichkeiten für die Betriebe, da verkaufte smarte Produkte heutzutage die Basis für neue Geschäftsmodelle sein können. Wer ein Smart Product erwirbt, könnte im Anschluss auch individuelle datenbasierte Dienstleistungen, sogenannte Smart Services, in Anspruch nehmen wollen.