Die wichtigsten Eckpfeiler hierbei sind

  • Zehn der der weltweit 20 wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften kommen aus Europa
  • Die Telekom ist mit dem Start des Internet of Things-fähigen Schmalbandnetzes (IoT) Pionier in der Infrastrukturentwicklung in Deutschland und den Niederlanden
  • Die Erprobung des künftigen Mobilfunkstandards der künftigen 5G-Technologie als Basis für Echtzeitanwendungen und um um Maschinen, Autos und unzählige weitere Dinge vernetzen zu können verläuft erfolgreich
Reinhard Clemens, Telekom-Vorstand und T Systems-Chef. Reinhard Clemens, Telekom-Vorstand und T Systems-Chef. (© 2016 Deutsche Telekom)

Dazu Reinhard Clemens: Viel ist darüber geredet und geschrieben, dass Europa die Digitalisierung im Endverbrauchermarkt an die Internetriesen aus den USA verloren hat. Das war die erste Halbzeit einer Entwicklung, die nach und nach alle Lebensbereiche erfasst. In der zweiten Halbzeit geht es jetzt um die Digitalisierung der Industrie: Hier sind die Karten neu gemischt – für Europa mit einem tollen Blatt. Und für die Deutsche Telekom als führender Telekommunikationsanbieter mit einigen Assen.

Betrachten wir das Ganze zunächst volkswirtschaftlich: Aus Europa kommen laut Weltwirtschaftsforum zehn der weltweit 20 wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften. In der Forbes-500-Liste stellt unser Kontinent 142 Unternehmen, die USA im Vergleich nur 128. Dazu kommt ein globaler Exporthandelsanteil von 15 Prozent und ein Binnenmarkt mit 500 Millionen Einwohnern. Das alles hat sich Europa in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut und verhilft uns zu einer guten Startposition.

Genauso wichtig ist die technische Seite: Hier gilt das Prinzip "Erfolg dem Erfolgreichen". Die Netzinfrastruktur muss fit sein, um Maschinen, Autos und unzählige weitere Dinge vernetzen zu können. Auf einmal sind da nicht mehr "nur" ein paar Hundert Smartphones in einer Funkzelle, sondern Zigtausende von Geräten und Sensoren. Es geht konkret um die möglichst schnelle Umstellung der Telekommunikationsnetze auf Internet Protokoll, die Einführung von 5G-Technologie als Basis für Echtzeitanwendungen, den Start des Schmalbandnetzes (Narrowband) für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) und die Cloud mit Plattformen zum Speichern, Analysieren und Verarbeiten von Daten. Die Telekom hat sich da in den vergangenen Monaten einen guten Vorsprung herausgearbeitet.

Denn mit dem Start des IoT -fähigen Schmalbandnetz in Deutschland und den Niederlanden sind wir als Pionier in der Infrastrukturentwicklung unterwegs. Als weltweit erster der Branche haben wir mit unserem Partner Huawei ein Ende-zu-Ende-System für Schmalbandkommunikation eingeschaltet. Das Schmalband-Funknetz ist vom Start weg ein global akzeptierter Standard für das Internet der Dinge. So können die Hersteller zum Beispiel vernetzten Waschmaschinen auf der ganzen Welt verkaufen, ohne dass man die digitalen Funktionalitäten Land für Land unterschiedlich einrichten muss. Das haben die Netzbetreiber von Bahn oder Strom bis heute nicht.

Mit dem Schmalband-IoT wird das Internet der Dinge auch in abgelegenen Winkeln eines Gebäudes bis tief in den Boden realisierbar. Kombiniert mit immer energiesparenderen Sensorgeräten in Streichholzschachtel-Größe ergeben sich völlig neue Möglichkeiten. Zum Beispiel können Städte ihre Parkplätze ganz neu bewirtschaften oder Maschinenhersteller Millionen von Geräten ins Internet bringen und so ihre Wartung ganz neu organisieren. Und das nicht nur für Neugeräte, sondern auch die bestehenden Maschinenparks.

Unsere Vorreiterrolle bestätigen uns auch renommierte Analystenhäuser wie Experton oder Machina Research in ihren brandaktuellen Marktstudien. Sie sehen die Telekom als führend bei vernetzten Dingen (IoT) und Industrie 4.0.

Wir haben uns früh mit diesem technologischen Trend auseinandergesetzt – jetzt müssen wir dafür sorgen, dass unsere Kunden die neuen Möglichkeiten in einer grenzenlosen digitalen Welt für sich entdecken. Das ist eine gigantische Chance für alle. Wenn wir es gut machen, steht Europa mit seinen volkswirtschaftlichen Kennzahlen auch morgen ganz weit oben.