Wie unterstützt die KfW Gründer?

Seit 2008 hat die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bereits 300 Millionen Euro in die Förderung von Start-ups gesteckt und etwa 37.000 Gründungsvorhaben unterstützt. Nach dem Ende dieser Förderperiode geht das Programm "ERP-Gründerkredit - StartGeld" nun weiter und wird sogar aufgestockt: Jetzt stehen in den nächsten zwei Jahren eine Milliarde Euro zur Verfügung. Damit können nach Einschätzung der KfW circa 20.000 Gründer gefördert werden. Die Branche ist dabei fast unerheblich: Lediglich Unternehmen aus Landwirtschaft und Fischerei werden nicht gefördert. Bisher kommen viele Kreditnehmer aus dem IT-Bereich.

Wie läuft die Kreditvergabe ab?

Die bewilligte Summe erhalten die Start-ups allerdings nicht von der KfW: Sie müssen den Kredit bei ihrer Hausbank beantragen und gemeinsam mit ihr die KfW um Unterstützung bitten. Bei Bewilligung übernimmt diese dann 80 Prozent des Ausfallrisikos. So stehen die Chancen besser, einen Kredit bei der Hausbank zu bekommen. Gerade Gründer ohne Eigenkapital, die ihrer Bank sonst zu wenige Sicherheiten bieten können, profitieren so von dem Angebot der KfW.

Was sind die Konditionen?

Als Förderkredit bietet der ERP-Gründerkredit besonders günstige Konditionen, ist aber auch an bestimmte Bedingungen geknüpft.

  • Die Zinsen betragen circa zwei Prozent.
  • Es ist kein Eigenkapital notwendig.
  • Bis zu 100.000 Euro können beantragt werden.
  • Bei einer gemeinsamen Gründung kann jedes Teammitglied 100.000 Euro beantragen.
  • Die Laufzeit beträgt fünf oder zehn Jahre.
  • Gefördert werden Existenzgründer und Start-ups bis fünf Jahre nach der Gründung (bisher: drei Jahre).
  • Die Rückzahlung erfolgt bei der Hausbank in monatlichen Raten. In der tilgungsfreien Zeit von ein oder zwei Jahren (je nach Kreditlaufzeit) müssen nur die Zinsen gezahlt werden.

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