Ausgabenfreudige Verbraucher

In Spendierlaune und optimistisch für die Zukunft: So präsentieren sich Deutschlands Verbraucher im internationalen Nielsen-Report. Demnach stieg hierzulande das Verbrauchervertrauen im Index auf 100 Punkte – macht Platz zwei in Europa. Nur Dänemark zeigt sich mit 106 Punkten noch konsumfreudiger.

Ingo Schier, Geschäftsführer von Nielsen Deutschland, erklärt sich das Konsumverhalten so:

"Im Vergleich zum Vorjahr sind mehr Deutsche dazu bereit, Geld auszugeben. Die weiter steigenden Einkommen sowie der anhaltend niedrige Zinssatz deuten darauf hin, dass das Konsumklima in Deutschland auch auf längere Sicht freundlich bleiben wird."

Mehrere Zahlen belegen den positiven Trend im deutschen Konsumverhalten:

  • Rund 60 Prozent der deutschen Verbraucher stufen ihre Jobaussichten als gut oder sehr gut ein. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist dies ein Anstieg von vier Prozent.
  • 53 Prozent beurteilen ihre eigene finanzielle Situation als gut oder sehr gut.
  • Jeder zweite Befragte hält die kommenden zwölf Monate für eine gute beziehungsweise sehr gute Zeit für Anschaffungen. Im europäischen Vergleich liegt dieser Wert nur bei 31 Prozent.

Konsumieren statt Sparen

Nach Abzug der Lebenshaltungskosten geben die Deutschen ihr Geld am häufigsten für ...

  • neue Kleidung (47 Prozent),
  • Urlaub (43 Prozent) oder
  • für die Tilgung von fälligen Krediten (30 Prozent) aus.

Kein Bock auf Sparen: Das Geld bei der Bank zu horten, ist für viele Verbraucher laut Nielsen-Report eine unattraktive Lösung. Schuld hierfür sind die Niedrigzinsen.

Interessant: Global betrachtet zählt Europa mit 76 Punkten im Verbrauchervertrauensindex zur pessimistischen Region. Ganz vorne im Ranking steht der Asien-Pazifik-Bereich (107 Punkte), dicht gefolgt von Nordamerika (106 Punkte).

Weiterführend Links:

  • Wie und warum wird der Index erstellt? Weitere Informationen zum Nielsen-Report erhalten Sie hier.
  • Konsumverhalten in Südamerika: So gelang dem Möbelunternehmen Kare seine Expansion in Brasilien.