Schwache Arbeitgebermarke ist für Unternehmen kostspielig

Wenn Unternehmen ihre Arbeitgebermarke nicht pflegen, dann legen sie drauf. Weil sie ihre Mitarbeiter nur mit Mühe und Barem halten können. Beispiel: Wechselwillige Beschäftigte lassen sich lediglich mit einer Gehaltserhöhung zum Bleiben überreden – das kostet Geld. Und kann sich läppern. Bei einer Firma mit etwa 10.000 Mitarbeitern kommen so schnell vermeidbare Ausgaben in siebenstelliger Höhe zusammen, berichtet "Horizont".

Dass diese teuren "Bestechungsversuche" funktionieren, legt die LinkedIn-Studie nahe. Demnach würde jeder fünfte deutsche Mitarbeiter bei einem Gehaltsplus von zehn Prozent einen Job annehmen, obwohl das neue Unternehmen eine schwache Arbeitgebermarke hat. Umgekehrt würde fast ein Drittel der Befragten zugunsten eines starken Employer Brandings auf einen finanziellen Aufschlag verzichten.

Sicherheit im Job ist wichtigstes Kriterium

Die Bedeutung der Arbeitgebermarke scheint sich in deutschen HR-Abteilungen herumzusprechen. So gaben 43 Prozent der Personaler an, den Aufbau eines positiven Employer Brandings ganz oben auf ihrer Agenda zu haben.

Aus Sicht der potenziellen Kandidaten sind die wichtigsten Kriterien für ein gutes Abschneiden von Arbeitgebern:

  • die Jobsicherheit (48 Prozent),
  • die Entwicklungsmöglichkeiten (36 Prozent) und
  • eigenverantwortliches Arbeiten (33 Prozent).

Schlechte Karten im Rennen um eine gute Arbeitgebermarke haben Unternehmen mit unsicheren Jobs (52 Prozent), schlecht performenden Teams (50 Prozent) sowie Führungskräften mit einem miesen Image (44 Prozent).

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