Studie: Hohe Liquidität der KMU

Was für eine satte Steigerung: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Liquidität von kleinen und mittleren Firmen von 2,7 Millionen Euro auf 5,9 Millionen Euro an. Das heißt im Klartext: Der deutsche Mittelstand ist gesund. Trotzdem scheuen viele Unternehmen, das Geld für Investitionen auszugeben. Andreas Killmaier, Bereichsleiter Firmenkunden bei der Südwestbank, erklärt im "Handelsblatt":

"Viele Unternehmen sind weiterhin recht zurückhaltend, was Erweiterungsinvestitionen angeht. Und ein Großteil der Ersatzinvestitionen wird weitgehend über Eigenkapital finanziert."

Die Skepsis der Unternehmen hat seine Gründe. Viele Mittelständler wollen zum einen möglichst unabhängig von ihren Geldhäusern sein.  Zum anderen sind langfristige Kredite nur schwer zu realisieren. Die Banken wollen die Finanzierungslaufzeiten möglichst gering halten: "Kredite mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren sind praktisch nur über die Förderbanken zu bekommen", sagt Kurt Straubinger, CFO der Joma-Polytec GmbH, im Handelsblatt.

Kredite für den Mittelstand: Europäische Lösung?

Bis 2020 könnte es eine europäische Lösung für die Finanzierungsprobleme der KMU geben. Die EU will nämlich eine Kapitalmarktunion etablieren, die den Betrieben über nationale Grenzen hinweg eine preisgünstige Finanzierung ermöglicht. Einen Aktionsplan für die Umsetzung des Kapitalbinnenmarktes hat die EU-Kommission bereits verabschiedet. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Homepage der Europäischen Kommission.

Weiterführende Links: 

  • Liquidität dank Factoring? Das sind die Vor- und Nachteile dieser Unternehmensfinanzierung.
  • Cashflow: So schließen Sie Finanzlücken mit Mezzanine-Kapital.