Media Markt hat 500 Produkte zu vermieten

Die Elektronik-Fachmarktkette plant eine Erweiterung ihres Geschäftsfeldes. Künftig sollen sich Kunden Smartphones, Notebooks, Kameras oder auch Drohnen im Online-Shop gegen Gebühr ausleihen können. Insgesamt rund 500 verschiedene Produkte will das Unternehmen während der mehrwöchigen Testphase als Mietobjekte anbieten, teilte Media Markt am Freitag mit.

Miete ab einem Monat möglich

Die Mindestmietlaufzeit beträgt nur einen Monat, danach kann jedes Gerät wieder zurückgegeben werden. So wird die Canon EOS 70D Spiegelreflexkamera derzeit für 979 Euro zum Verkauf angeboten, die einmonatige Leihe kostet 99,90 Euro. Der Beats Studio Wireless Kopfhörer zum Kaufpreis von 349 Euro wird für 39,90 Euro im Monat angeboten. Stand Freitagvormittag waren viele der im Online-Shop beworbenen Leihprodukte aber noch nicht mit dem Mietpreis ausgezeichnet. Sollte die Testphase erfolgreich verlaufen, würde das Leihsortiment noch erweitert werden.

Media-Saturn-Chef Lennart Wehrmeier ist von der Idee überzeugt:

"In vielen anderen Bereichen gehören Mietoptionen längst zum Alltag. Wir glauben, die Zeit ist reif dafür, dass Media Markt diese Möglichkeit nun auch für die begehrtesten Elektronikprodukte bietet."

Produkte im Schadensfall versichert

Media Markt kooperiert bei der Aktion mit dem Berliner Mietkauf-Startup Grover. Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus. Die kostenlose Lieferung und Rücksendung sind im Mietpreis enthalten. Zudem sei jedes Produkt für den Schadensfall versichert, verspricht der Anbieter. Wer das Gerät am Ende der Mietzeit weiternutzen möchte, kann es auf Wunsch auch behalten. Grover stellt dann verschiedene Optionen bereit.

Ganz neu ist die Idee des Elektronik-Riesen aber nicht: Schon seit Mitte Dezember vermietet der Handelskonzern Otto seine Produkte – egal ob Fernseher, Waschmaschine, Kaffeevollautomat oder Spielekonsole.

Weiterführende Links:

  • Während der Onlinehandel deutlich wächst, kämpfen viele Läden mit stagnierenden Einnahmen. Mit speziellen Apps werden Kunden über Angebote und Produkte informiert sowie auf Geschäfte aufmerksam gemacht.
  • Die Digitalisierung macht auch vor dem Rechnungsverkehr nicht Halt. Damit wird E-Invoicing wichtiger. Es sprechen mehrere gute Gründe für einen Umstieg.