Höherer Frauenanteil bei erfolgreichen Unternehmen

Frauen als Führungskräfte werden immer mehr zur Selbstverständlichkeit – vor allem im Mittelstand. Das ist das Ergebnis der aktuellen Deloitte-Studie „Arbeitswelten 4.0 im Mittelstand“. Danach besteht der Vorstand in mittelständischen Unternehmen zu etwa 18 Prozent aus Frauen, wohingegen es bei Großkonzernen nur acht Prozent sind. 

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Der vergleichsweise hohe Anteil von Frauen scheint sich für mittelständische Unternehmen auch auszuzahlen, denn es besteht eine Korrelation von hohem Frauenanteil und dem Erfolg der Firmen: Bei 19 Prozent der erfolgreichen, aber nur 13 Prozent der weniger erfolgreichen Unternehmen befinden sich eine oder mehrere Frauen im Aufsichtsrat. Bezogen auf die Gesamtzahl der weiblichen Mitarbeiter kommt die Studie zu einem ähnlichen Ergebnis: 41 Prozent Frauen in den florierenden Betrieben, nur 34 Prozent bei denen, die weniger gewinnbringend arbeiten.

Fachkräftemangel bleibt Herausforderung für den Mittelstand

Darüber hinaus macht die Studie deutlich, dass der Fachkräftemangel auch künftig eine Herausforderung bleiben wird. Für 74 Prozent der befragten Unternehmer bleibt dieses Problem relevant. Nicht zuletzt deshalb planen die Firmen, im Jahr 2022 bis zu 2,4 Prozent ihrer Jobs an Flüchtlinge zu vergeben, was rund einer halben Million Stellen entspräche.

Mobile, also ortsunabhängige Arbeit wird in 41 Prozent der mittelständischen Unternehmen praktiziert, bei 59 Prozent ist die Arbeit aus dem Home Office eine Option für ausgewählte Mitarbeiter.