79 Prozent der Mittelständler planen hohe Digital-Investments

Die mittelständischen Firmen erkennen die Notwendigkeit von Investitionen in Digitalprojekte immer mehr an. 79 Prozent planen im Jahr 2018 maßgebliche Ausgaben für die digitale Transformation ihres Unternehmens. Allerdings ist der Aufwand gestiegen, dafür Kredite zu bekommen. Das ergibt der „Finanzierungsmonitor 2018“ des Mittelstandsfinanzierers Creditshelf.

Auch interessant: Firmen lassen sich bei der Digitalisierung helfen

Bereits im vergangenen Jahr monierten die Finanzentscheider aus mittelständischen Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen die schwierige Suche nach Kreditgebern. Nun glauben 70 Prozent der Befragten, dass die Vergabe von Banken noch restriktiver gehandhabt wird. Dabei benötigen mehr als ein Drittel eine externe Finanzierung für Digitalisierungsprojekte.

Mittelstand kritisiert Bürokratie

Die langen Wartezeiten bei der Kreditvergabe können für den Mittelstand zum Problem werden, wie Creditshelf-Geschäftsführer Daniel Bartsch betont:

„Volle Auftragsbücher bereiten dann Sorgen, wenn die Vorfinanzierung fehlt, um die Aufträge auch abarbeiten zu können. Die aktuelle Kreditpolitik der Banken könnte also die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts gefährden.“

Immer mehr Unternehmen, die Kredite bekommen, kritisieren zudem den bürokratischen Aufwand. So würden sich die Kunden laut Studienleiter Dirk Schiereck von der TU Darmstadt wünschen, nötige Unterlagen durchweg online einreichen zu können, anstatt für Dokumente und Unterschriften immer die Bank besuchen zu müssen.