B2B schlägt B2C im Online-Vertrieb

Immer mehr Mittelständler in Deutschland setzen auf E-Commerce. Bereits rund 20 Prozent aller KMU nutzen digitale Vertriebswege wie Onlineshops oder digitale Marktplätze, um ihre Produkte oder Dienstleistungen zu offerieren. Das zeigt eine repräsentative Sonderauswertung von KfW Research auf Basis des KfW-Mittelstandspanels 2017.  Zum Mittelstand zählt die KfW Betriebe, deren Jahresumsatz bei maximal 500 Millionen Euro liegt.

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Dennoch bleibt der Anteil des Online-Vertriebs im Mittelstand eher gering: Trotz eines Zuwachses von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr wurden 2016 nur rund 200 Milliarden Euro durch E-Commerce eingenommen – das sind gerade einmal 4,4 Prozent des Gesamtumsatzes des deutschen Mittelstands. Und von dieser Summe entfallen laut der Auswertung rund 90 Prozent auf Transaktionen im Geschäftskundenbereich (B2B). Im Endverbrauchergeschäft (B2C) sind die Bemühungen, über digitale Vertriebswege Geld zu verdienen, also noch ausbaufähig.

E-Commerce: Junge Unternehmen sind Vorreiter

Im E-Commerce sind vor allem junge Unternehmen vorn mit dabei, die vor maximal zehn Jahren gegründet wurden. Sie erzielen im Schnitt
bereits 43 Prozent ihres Umsatzes durch den Online-Vertrieb.  

Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, prognostiziert dem Online-Vertrieb weitere Zuwächse:

„Die mit den digitalen Kanälen verbundenen Chancen sind zu groß, als dass kleine und mittlere Firmen dies ausblenden könnten.“