Großbritannien wird mit Blick auf Brexit negativ bewertet

Der Mittelstand schaut weiter optimistisch in die Zukunft, einzig beim Blick nach Großbritannien besteht Grund zur Sorge: Als Absatzmarkt wie auch als Produktionsstandort wird das Vereinigte Königreich nach dem Brexit zusehends negativ bewertet. Das ergab der „Mittelstandsradar“, eine bundesweite Unternehmensumfrage der LBBW Research und des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW). 

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Durch die politischen Veränderungen befürchten die Befragten neben schlechten Rahmenbedingungen auch eine negative wirtschaftliche Entwicklung des Inselstaates. LBBW-Unternehmenskundenvorstand Karl Manfred Lochner warnt:

„Das Vereinigte Königreich liegt damit noch hinter Nahost und Nordafrika. Der Brexit könnte zum Mittelstandsexit werden.“

Mittelstand plant große Investitionen

Abgesehen von dieser Veränderung im Auslandsgeschäft sind die Mittelständler weiter positiv gestimmt. Mehr als 80 Prozent der Mittelständler halten ihre Finanzierungsbedingungen für gut bis sehr gut. Um Fremdkapital zu beschaffen, bleibt der Bankkredit das Mittel der ersten Wahl. Die Firmen investieren zudem in großem Umfang in Expansion und Digitalisierung. 

Vor allem das Thema digitale Transformation haben die Unternehmen für sich als eine zentrale Angelegenheit definiert. Sie fühlen sich in der Mehrheit zwar schon recht gut aufgestellt, sehen in diesem Bereich dennoch den größten Investitionsbedarf. Einzig der Fachkräftemangel könnte sich hierbei als Fortschrittsbremse erweisen.